CSU-Parteitag: Markus Söder mit 87,4 Prozent zum neuen Vorsitzenden gewählt

Foto: Archiv/Harbach

MÜNCHEN. Markus Söder (52) beerbt Horst Seehofer (69) als Parteivorsitzenden der CSU. Er wurde mit 87,4 Prozent auf dem Parteitag der Christsozialen in München gewählt.




Nach 10 Jahren an der Parteispitze der CSU gibt Horst Seehofer nun auch den Parteivorsitz an seinen fränkischen Erzrivalen Markus Söder ab.

„Wir brauchen in der Zusammenarbeit von CDU und CSU eine neue Form, ein neues Kapitel, das wir aufschlagen“, sagte Söder in seiner Bewerbungsrede für den Parteivorsitz auf dem Parteitag in München. „Es ist Zeit für eine gemeinsame neue Stärke von CDU und CSU in Deutschland.“ Zuletzt gerieten CDU und CSU aufgrund der Flüchtlingspolitik in einen Konflikt, der auf seinem Höhepunkt sogar die Koalition bedrohte.

900 Delegierte nahmen am Sonderparteitag teil. Horst Seehofer holte bei seiner ersten Wahl zum Parteivorsitzenden im Jahr 2008 90,3 Prozent der Stimmen ein, 2017 nur noch 83,7 Prozent. Somit sind diese 87,4 Prozent, die Markus Söder einholte, als Erfolg zu werten.

Annegret Kramp-Karrenbauer, die Parteivorsitzende der CDU, war ebenso in München vor Ort.

Als Abschiedsgeschenk der Partei bekam Horst Seehofer für seine Verdienste ein Modell der Parteizentrale München für seine Modelleisenbahn im Keller seines Ferienhauses überreicht.



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