Feuerwehrkommandant (51) stirbt bei Frontalzusammenstoß

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MARKTSTEFT, LKR. KITZINGEN. Ein tragischer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagmorgen gegen 05:45 Uhr auf der Staatsstraße zwischen Marktsteft und Kitzingen. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen kam mit seinem dienstlichen BMW aus bislang ungeklärter Ursache nach einem Einsatz in den Gegenverkehr, kollidierte mit einem entgegenkommenden Lkw. Seine Kameraden konnten nichts mehr für den 51-Jährigen tun.




Der 51-Jährige aus dem Landkreis Kitzingen befand sich gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz in Marktbreit, als er gegen 05:45 Uhr auf Höhe von Marktsteft aus bislang unbekannter Ursache bei frostiger Witterung in den Gegenverkehr kam und mit einem entgegenkommenden Lastwagen kollidierte, so die Polizei. Dabei erlitt der Angehörige der Feuerwehr so schwere Verletzungen, dass der hinzugezogene Notarzt und seine Kameraden, die schnell vor Ort waren, nur noch den Tod des Mannes feststellen konnte. Der 36-jährige Fahrer des Lastwagens erlitt leichtere Verletzungen und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg zog die Polizei Kitzingen einen Unfallsachverständigen hinzu und wird mit ihm gemeinsam detailliert den Unfallhergang rekonstruieren. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Staatsstraße für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Neben mehreren Streifen der Polizei Kitzingen und der Staatsanwältin befanden sich die regionalen Feuerwehren, die Straßenmeisterei wie auch der Rettungsdienst und Notarzt vor Ort. Ein Kriseninterventionsteam übernahm die Betreuung der Angehörigen.




Kitzingen unter Schock

Mittlerweile äußerte sich auch der Bürgermeister von Kitzingen, Stefan Güntner, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk betroffen. Er bestätigte, dass es sich bei dem Verunglückten um den Kommandanten Markus Ungerer handelt, der auch überregional als Redner und Autor bekannt sei. Ungerer, sagte Güntner weiter, sei ein äußerst zuverlässiger und engagierter Feuerwehrmann gewesen, der sein Amt mit Leidenschaft ausübte.

Notfallseelsorger sollen nun im Einsatz sein, um den Angehörigen des Kommandanten und auch den Feuerwehrkameraden beizustehen. Bürgermeister Güntner hatte bereits am Morgen das Feuerwehrhaus aufgesucht, um sein Mitgefühl auszudrücken.




Besonders belastend für Einsatzkräfte

Enrico Ball, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken, sagte gegenüber News5, dass solche schweren, insbesondere tödliche Unfälle für alle Einsatzkräfte besonders belastend seien. „Das hakt man auch nach Feierabend nicht ab“, so Ball weiter. Wenn es auch noch ein Angehöriger der Feuerwehr ist, mache das alle Kräfte besonders betroffen. Ball äußert gegenüber News5 weiter, dass Hilfemöglichkeiten zur Verfügung stünden und dieser Fall entsprechend aufgearbeitet werde.







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