Schweinefleisch, Halal und vegetarisches: Ein Skandal der keiner ist?

Foto: PublicDomainPictures




Der Verzehr von Schweinefleisch und blutigen Speisen ist ihnen aus religiösen Gründen verboten.“Alleine, der Anblick löst Brechreiz aus“, sagte ein Teilnehmer in einem TV Interview am Freitagabend. An der Auswahl kann es zumindest nicht gelegen haben. Wie das Innenministerium auf Nachfrage von dpa und diversen Medien mitteilte, habe es insgesamt 14 weitere Speisen im Angebot gegeben, um breit aufgestellt zu sein. Darunter auch Halal, was besonders bei Muslimen beliebt sei. Auch Vegetarier seien bedacht worden.



Dass Seehofer als Bayer auch regionale Angebote aus seiner Heimat auftischen lässt, dürfte nicht ungewöhnlich sein. Im Internet bekommt er nicht nur Spott, sondern auch viel Zuspruch. Demnach würde man auch anderorts oder in fremden Ländern regionale Speisen anbieten.

Eine Ministeriumssprecherin betonte noch, dass man hier auch bewusst keinen Schweinebraten servierte. Aber entsprechende Würste habe es ebenso wie Fisch schon immer dort gegeben. Man habe sich vielmehr nach der „religiös-pluralen Zusammensetzung“ der Konferenz gerichtet.

Im Islam, wie auch im Judentum, gelten für Gläubige bestimmte Speisevorschriften. Erlaubtes Essen ist „halal“ beziehungsweise „koscher“. Schweinefleisch ist in beiden Religionen verboten. Außerdem muss jedes Tier komplett ausbluten, bevor es verzehrt werden darf. Das ist dann das umstrittene Schächten von Tieren.