Nürnberger Messerstecher: Offenbar erste Festnahme gelungen

Polizeieinsatz in der Burgschmietsstraße. Foto: Eberlein

NÜRNBERG. Aus recht sicherer Quelle hat Reporter24 am Rande der Pressekonferenz heute erfahren, dass der Nürnberger Polizei offenbar eine Festnahme gelungen ist. Zumindest bestehe ein Anfangsverdacht, bewiesen ist die Tatbeteiligung noch nicht. Später hieß es dann: Mehrere Personen standen bereits im Visier, niemandem konnte die Tat aber nachgewiesen werden.




Noch während sich Polizei und Staatsanwaltschaft den Medienfragen stellten, soll es unmittelbar zuvor zu einer Festnahme gekommen sein. Dabei bemängelten örtliche Medien noch die Informationspolitik der Polizei. Denn erst rund sieben Stunden nach der ersten Tat wurde die Öffentlichkeit informiert. Ein Warnung der Bevölkerung konnte daher nicht erfolgen.

Aus Polizeikreisen erfuhr unser Reporter dann am Ende der Pressekonferenz, dass es bereits zu einer Festnahme gekommen sei. Auf Nachfrage wollte die Polizei diese Meldung dann zunächst nicht bestätigen. Auf die konkrete Frage, ob die Festnahme im Gegenzug dementiert werden kann, wollte man sich plötzlich nicht mehr äußern und sicherte einen Rückruf zu.




Robert Sandmann, stellvertretender Leiter der Pressestelle im Polizeipräsidium Mittelfranken, kontaktierte daraufhin am Nachmittag unsere Redaktion. Demnach räumte er ein, dass es aktuell „personenbezogene Überprüfungen“ gibt. Dies sei aber nicht ungewöhnlich. Erst wenn sich der dringende Tatverdacht erhärtet, wolle man an die Öffentlichkeit gehen. „Sonst müssten wir eine Festnahme bestätigen und kurz darauf wieder dementieren, wenn der Verdächtige frei kommt und sich erste Anhaltspunkte nicht verdichtet haben“, sagt Sandmann.




Polizeieinsatz am Freitagabend

Unterdessen wurde auch bekannt, dass bereits gesicherte Spuren zum Abgleich sichergestellt wurden. Laut unbestätigten Meldungen, sei das Material bereits auf dem Weg zur Rechtsmedizin nach München. Die Polizei hält sich weiter bedeckt, ist sich offenbar selbst noch nicht sicher, ob es der richtige Täter ist. Es soll sich dabei um einen Deutschen, Mitte 30 handeln.

Polizeieinsatz in der Burgschmietsstraße. Die Polizei schweigt dazu. Foto: Eberlein

Dass die Ermittlungsarbeiten auf Hochtouren laufen, sah man den ganzen Tag über in St. Johannis und der Innenstadt. Am frühen Abend kam es dann aber auch in der Burgschmietstraße zu einem längeren Polizeieinsatz. Mehrere Streifen und Zivilbeamte waren eingebunden. In einem Hinterhof war alles abgeriegelt. Das dortige Anwesen liegt im direkten Verlauf des Fluchtweges eines mutmaßlichen Täters, wie unsere Grafik zeigt.

Ob es sich dabei um die Adresse des Verdächtigen handelt oder den Fundort der Tatwaffe, ist derzeit nicht bekannt.



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