Richard-Wagner-Zimmer aus „Hotel Fantaisie“ im Historischen Museum Bayreuth zu sehen

Foto: Markus Roider

BAYREUTH. Ab sofort ist das Richard-Wagner-Zimmer aus dem ehemaligen „Hotel Fantaisie“ in Donndorf im Historischen Museum Bayreuth zu besichtigen. Hier verbrachte Richard Wagner zusammen mit seiner Familie die ersten fünf Monate in seiner neuen Wahlheimat Bayreuth.




Das kleine Hotel in der malerischen Umgebung war der geeignete Ort für den Start in ein neues Leben. Die Unterkunft entsprach ganz dem repräsentativen Anspruch sowie den privaten Rückzugsbedürfnissen des Künstlers. Vor hier aus organisierte Richard Wagner den Neubau des Festspielhauses und seines Wohnhauses „Wahnfried“, hier arbeitete er an der „Götterdämmerung“, dem Schluss seines „Ring der Nibelungen“, und an seiner Autobiographie.




Nach dem Umzug der Familie Wagner in ihre erste Mietwohnung an der Dammallee im September 1872 konnte das „Hotel Fantaisie“ viele Jahrzehnte mit dem einzigen, noch im Original erhaltenen Mobiliar, in dem der Künstler tatsächlich einige Zeit gelebt hat, vor allem die Gäste zur Festspielzeit begeistern und für sich gewinnen.

Die Oberfrankenstiftung hat das Mobiliar des Zimmers angekauft und dem Historischen Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Damit bleibt diese historische Ausstattung als ein einzigartiges Dokument der Bayreuther Stadtgeschichte einer breiten Öffentlichkeit erhalten.

Foto: Markus Roider




Das Zimmer wird zunächst bis Mitte Januar in den Sonderausstellungsräumen des Historischen Museums Bayreuth zu sehen sein. Am Freitag, 7. Dezember, um 14.30 Uhr, findet zudem eine literarische Führung mit Dr. Frank Piontek statt, der seine Zuhörer durch das authentische Mobiliar geleitet (Museumseintritt inclusive Führung: Drei Euro).


Info: Historisches Museum Bayreuth, Kirchplatz 4, 95444 Bayreuth, Öffnungszeiten: Dienstag bis  Sonntag, von 10 bis 17 Uhr.







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