Nach Überfall und Vergewaltigung in Fürth: Täter war ausreisepflichtig

Symbolbild: Polizei

NÜRNBERG. Wie berichtet, kam es in den Morgenstunden des 03.11.2018 (Samstag) in einer Grünanlage in Fürth, im Bereich des Quellensteges südlich der Pegnitz, zu einer überfallartigen Vergewaltigung einer Spaziergängerin. Der Kriminalpolizei Fürth gelang es mit Unterstützung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth in kurzer Zeit einen 37-jährigen Mann, der dringend tatverdächtig ist, festzunehmen.




Live von der Pressekonferenz: 

  • Der Täter habe ein Messer dabei gehabt und nahm dem Opfer das Handy ab
  • Ein Passant alarmierte die Polizei
  • Der Medienaufruf führte zum Täter
  • Das Opfer erkannte den Verdächtigen dann auf Lichtbildern
  • Der Verdächtige wurde als gefährlich eingestuft
  • Im Rahmen der Fahndung wurde der Mann am Mittwoch festgenommen
  • Der Täter sei türkischer Abstammung und in Fürth geboren
  • Der 37-Jährige sei bereits rechtsgültig ausreisepflichtig
  • Die Abschiebung sei aber ausgesetzt
  • Mehrere einschlägige Vorstrafen wegen Gewalt und Drogen
  • Täter wurde erst im Juni aus dem Gefängnis entlassen

Am Donnerstag wurde Haftbefehl gegen den Mann erlassen.



Das spätere Opfer ging gegen 08:00 Uhr am Pegnitzgrund entlang, als es auf Höhe der Kurgartenstraße unvermittelt von einem Mann überfallen, mit einem Messer bedroht und ins Gebüsch gezerrt wurde. Ein Zeuge, der die Hilferufe hörte und die Frau vorfand, verständigte die Polizei. Der Tatverdächtige flüchtete, nachdem er offenbar den herannahenden Zeugen wahrgenommen hatte. Das Opfer kam mit körperlichen Verletzungen und unter Schock stehend zur Behandlung in ein Krankenhaus. Eine Betreuung der Geschädigten wurde sichergestellt.

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken führte die Spurensicherung vor Ort durch und leitete erste intensive Fahndungsmaßen unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten in die Wege. Im Rahmen der Fahndung kamen auch Personensuchhunde der Polizeipräsidien Mittelfranken und Unterfranken sowie weitere Unterstützungskräfte der mittelfränkischen Polizei zum Einsatz. Im weiteren Verlauf wurden von den Ermittlungsbeamten der Kripo Fürth zahlreiche Zeugen befragt und die sichergestellte Kleidung des Opfers auf Spuren untersucht.



Aufgrund eines Zeugenaufrufes in den Medien, der noch am Tattag gesteuert wurde, meldeten sich mehrere Personen, die sachdienliche Hinweise geben konnten. In der Folge wurden Lichtbildvorlagen durchgeführt, bei denen unabhängig voneinander der mutmaßliche Tatverdächtige identifiziert werden konnte.

Die intensive Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei Fürth, die in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erfolgte, führte am 07.11.2018 in den späten Abendstunden zur Festnahme des dringend tatverdächtigen 37-jährigen Mannes in der Wohnung einer Bekannten. Bei der Durchsuchung der Wohnung konnten die Beamten mehrere Beweismittel sicherstellen.




Eine Untersuchung der gesicherten Tatspuren mit dem einliegenden DNA-Muster des Tatverdächtigen durch die Rechtsmedizin Erlangen erhärtete den Tatverdacht. In seiner Vernehmung räumt der Beschuldigte die Anwesenheit am Tatort ein, bestreitet allerdings die Vergewaltigungshandlung. Der Ermittlungsrichter am AG Fürth erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung im besonders schweren Fall. Der Beschuldigte befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Weitere zurückliegende Straftaten, die möglicherweise in Verbindung mit dem Tatverdächtigen gebracht werden können, werden geprüft.

Fürth: Spaziergängerin überfallen und vergewaltigt

 

Die näheren Hintergründe werden im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz des Polizeipräsidiums Mittelfranken und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth am Freitagvormittag bekannt gegeben. Polizeipräsident Roman Fertinger, Staatsanwalt (Grl) Philip Engl, und Leiterin der Kriminalpolizei Fürth, Kriminaloberrätin Martina Sebald, werden den Medien dann Rede un Antwort stehen.