Kurier stellt Druckbetrieb in Bayreuth ein

Serge Schäfers, Geschäftsführer des Nordbayerischen Kurier Zeitungsverlags. Foto: Thomas Kenger

BAYREUTH. In einer Mitarbeiterversammlung hat Serge Schäfers (43), der Geschäftsführer des Nordbayerischen Kurier Zeitungsverlags, bekannt gegeben, den Druckbetrieb in Bayreuth zum 30. April 2019 einzustellen. Alle Titel des Verlags, auch der Nordbayerische Kurier, werden ab Mai 2019 im Druckzentrum Hof gedruckt. Gleichzeitig verkündete Schäfers „künftige Investitionen“ in Bayreuth.  





Von der Einstellung des Druckbetriebs sind rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Mit den Gewerkschaften wurde bereits im Vorfeld ein Sozialtarifvertrag vereinbart, der für diese greift. Weitere Einzelheiten zur Stilllegung des Betriebsteils sollen, so Schäfers, schon in Kürze mit dem Betriebsrat besprochen werden.

Zu den Gründen sagte Schäfers auf der Betriebsversammlung am Mittwoch: Die Druckerei des Nordbayerischen Kuriers in Bayreuth sei auf den Zeitungs- und Beilagendruck sowie auf die Produktion von Sonderwerbeformen konzentriert. „Durch die zunehmende Verlagerung der Nachfrage von Print- zu Onlineprodukten war es dem Unternehmen nicht mehr möglich, die jährlichen Verluste der Druckerei zu verringern.“



Weil das Wettbewerbsumfeld die Akquise kostendeckender Aufträge nicht mehr zulasse und der Investitionsbedarf sich in Millionenhöhe  belaufen würde, sieht Schäfers keine Möglichkeit für die Bayreuther Druckerei, „sich nochmals erfolgreich im Markt zu behaupten“.

Zunehmende Chancen sieht er dagegen im Ausbau der digitalen Angebote des Kuriers. Schäfers nannte den Schritt der Druckerei-Schließung „zwar hart, aber leider unabwendbar“. Er sagte wörtlich: „Ich bedauere aufrichtig, dass wir den Mitarbeitern in der Druckerei keine Perspektive mehr bieten können.“ Er betonte, dass dies auf keinen Fall Auswirkungen auf die Werbeangebote und redaktionellen Inhalte des Kuriers haben werde.







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