„Noch mal mache ich einen Watschnbaum nicht“: Seehofer deutet Rücktritt an


MÜNCHEN. Das Wahlergebnis bei der bayerischen Landtagswahl war schlecht wie nie. Doch nun macht Innenminister Horst Seehofer klar: Er möchte nicht die alleinige Verantwortung für das Wahldebakel tragen.





Wörtlich sagte Seehofer im Bayerischen Fernsehen: „Noch mal mache ich einen Watschnbaum nicht. Man kann mich kritisieren, aber das zu reduzieren auf den Horst Seehofer, und der ist für alles verantwortlich, das werde ich persönlich nicht mitmachen. Eher stelle ich mein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung – ich glaube, klarer kann man sich nicht ausdrücken.“

Die CSU hatte bei der Landtagswahl in Bayern das schlechteste Ergebnis seit 1950 eingefahren: Sie bekam nur noch 37,2 Prozent der Stimmen und damit 10,5 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2013.




Weiter sagte er: „Das ist halt ein einfaches Geschäft: Wenn man auf einen anderen zeigen kann, muss man sich nicht mit sich selbst beschäftigen“ Schon nach der Bundestagswahl 2017 sei es laut ihm so gewesen: „Obwohl ich gar nicht zur Wahl stand, in keiner Wahlsendung war, auf keinem Wahlplakat, war ich schon nach der Bundestagswahl der Hauptverursacher. Jetzt wieder.“

Schuld für den Stimmeneinbruch bei der CSU seien laut ihm auch die Konkurrenz durch die Freien Wähler und der AfD.

Während des Asylstreits im Sommer, welches beinahe den Bruch der Regierungskoalition zur Folge hatte, hat Seehofer schon einmal mit Rücktritt gedroht – am Ende blieb er dann doch im Amt.







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