Messerstecher in Hollfeld gemeldet: Großeinsatz der Polizei

Archivbild: Screenshot (verkleinert)

HOLLFELD, LKR BAYREUTH. Aufregung am Freitag in Hollfeld. Mehrere Leser meldeten Polizeieinsätze in Hollfeld und Stechendorf. „Spezialkräfte“ seien im Einsatz. gewesen. Die Polizei konnte zunächst selbst keine genauen Angaben machen, bestätigte aber eine Einsatzlage, wo von mehreren Verletzten, einem Messerstecher und blutverschmierte Zeugen die Rede war. 




Zu einem größeren Einsatz von Polizei und Rettungsdienst kam es am vergangenen Freitagabend in Hollfeld. Erste Mitteilungen, die über Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale Oberfranken eingingen, beschrieben eine Lage mit mehreren Verletzten und einem randalierenden Messerstecher. Auf Grund der Meldung wurden laut Matthias Bachofner von der PI Bayreuth Land sämtliche verfügbare Streifen im Raum Hollfeld zusammengezogen. Zeitgleich wurde der Rettungsdienst alarmiert.

In Stechendorf sollen sich die eingesetzten Polizisten mit Schutzausrüstung ausgestattet haben, bevor sie weiter nach Hollfeld gefahren sind. Das berichteten zahlreiche Leser gegenüber Reporter24. Von Spezialeinsatzkräften oder gar dem SEK, wie es in den sozialen Medien zu lesen war, wusste die Polizei nichts. Gegenüber Reporter24 sagte ein Sprecher am Freitag, dass es zu einer heftigen Schlägerei gekommen sei. Dabei sollen auch mehrere Personen verletzt worden sein, weswegen auch Rettungsdienst und Notarzt im Einsatz sind.




Anwohner hatten sich bei Reporter24 gemeldet und erzählten, ein etwa 20 Jahre alter Mann sei mit blutverschmierten Händen durch die Straßen gelaufen. „Zwei Frauen sind schreiend vor ihm davongelaufen“, sagte ein anderer Zeuge gegenüber dem Kurier.

Bei Eintreffen der ersten Streifen wurden am Tatort tatsächlich blutverschmierte Zeugen und Geschädigte angetroffen, die aber auf Grund der Gesamtumstände keine genauen Angaben zum Sachverhalt machen konnten. Es handelte sich aber um „mehrere Leichtverletzte“, so der Sprecher weiter. Nachdem  sich die Gemüter der Geschädigten beruhigt und die Lage bekannt war, konnte Entwarnung gegeben werden.



Nach kurzer Fahndung wurde dann im Stadtgebiet der mögliche Täter festgenommen. Es soll sich dabei um einen 24 Jahre alten Deutschen handeln. Gefahr für Anwohner bestand laut Polizeiangaben ausdrücklich nicht. Die Ermittlungen stehen erst am Anfang, man gehe aber von einer gefährlichen Körperverletzung aus.

Der alkoholisierte Täter hatte im Haus seiner Mutter randaliert und dabei die Glasscheibe einer Vitrine zerstört. Dabei verletzte er sich selber und beschmierte die anwesenden Personen, die versuchten ihn zu beruhigen, mit Blut. Beim Anblick der ersteintreffenden Polizeistreife suchte der Beschuldigte sein Heil in der Flucht, die aber nach kurzer Zeit beendet werden konnte.

Der 24-Jährige wurde nach Versorgung seiner Verletzungen in eine Fachklinik überstellt. Durch die Beamten der Polizeiinspektion Bayreuth-Land werden die einzelnen Straftatbestände nach Prüfung der Staatsanwaltschaft Bayreuth vorgelegt.







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