Cabriosol und Eisstadion bleiben geschlossen: Großes Lob für Einsatzkräfte

Foto: Markus Roider

PEGNITZ. Die Einsatzkräfte am Cabriosol sehen müde aus, sind kaputt. „Der Einsatz ist zu Ende“, sagen Kommandant Roland Zahn und Kreisbrandrat Hermann Schreck, die den Einsatz am Pegnitzer Ganzjahresbad federführend koordiniert haben, am Dienstagnachmittag übereinstimmend. Nach 24 Stunden Einsatz kann jetzt alles der Polizei übergeben werden, die die Ursache des Brandes in der Sauna untersuchen wird.




Rund 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr über THW bis Rettungsdienst waren seit Montagnachmittag vor Ort, als bei einem Betriebsaggregat zur Kühlung im Eisstadion, Ammoniak ausgetreten war. Die undichte Stelle im Aggregat wurde be- und entlüftet. Gegen 18.40 Uhr musste der Einsatz umorganisiert werden, so Schreck, denn die Brandmeldeanlage signalisierte ein Feuer in der Sauna. „Wir mussten die Einsatzkräfte umpolen und verlagern“, sagt der Kreisbrandrat.

Raum mit 
Schaum geflutet

Die Löscharbeiten seien wegen der enormen Hitzeentwicklung eine enorme Herausforderung gewesen. „Der Raum war sehr schwer zugänglich und wir haben uns Öffnungen geschaffen, um ihn dann mit Schaum zu fluten“, so Schreck. Gegen Mitternacht habe man das Feuer im Griff gehabt, aber bis in die frühen Morgenstunden immer wieder wegen ätherischer Öle mit Nachlöscharbeiten zu tun.



Es habe immer wieder die Gefahr der Fortentwicklung des Brandes auf andere Gebäudeteile bestanden. „Aber es hat keine Zwischenfälle gegeben“, sagt Schreck und ist erleichtert, dass alles gut geklappt hat. „Die Rettungskräfte haben umsichtig und nach den Einsatzvorgaben gehandelt, aus dem Vollen geschöpft“, lobt er.




Man habe sich seit Jahren auf solche Fälle mit Wechselladertechnik, Rüstwagen und Logistik vorbereitet. Das sei nun zum Tragen gekommen. Zur Überwachung der Raumaufteilung sowie zum Aufspüren von Glutnestern war in der Nacht auch eine Drohne eingesetzt. Ist er zufrieden mit seinen Feuerwehren? „Eine super Truppe“, sagt Schreck.

Foto: Markus Roider

Top eingespieltes Team

Großes Lob gibt es auch von zweitem Bürgermeister Wolfgang Nierhoff, der auch durchgehend vor Ort war. „Es war ein top eingespieltes Team, vor dem man seinen Hut ziehen muss“, sagt er. Die Stadt danke ausdrücklich allen Einsatzkräften für ihre große ehrenamtliche Leistung. „Mir war es wichtig, da zu sein, als Stadt Präsenz zu zeigen, zu vermitteln ’wir unterstützen euch’“, so Nierhoff. Grundsätzlich sei man mit einem blauen Auge davon gekommen.




Das betont auch Sebastian Poppek, als GMF-Projektleiter verantwortlich für das Cabriosol und das Eisstadion. Zur Ursache des Brandes und ob beide Fälle miteinander zu tun haben sowie über die Höhe der Schadenssumme könne er noch keine Aussagen machen. Der Einsatzort sei gesperrt und werde jetzt der Polizei zur Ursachenermittlung übergeben.

Neben der Sauna sei auch der Umkleidebereich in Mitleidenschaft gezogen worden. Unter den Verletzten seien drei Besucher, zwei Feuerwehrleute sowie zwei Personen vom Personal gewesen, die unter Atembeschwerden gelitten hätten, aber nicht stationär behandelt werden mussten. Insgesamt waren bei Austritt des Ammoniaks 35 Besucher im Bad gewesen.

Foto: Markus Roider



Zum Glück war das Bad schon geräumt

Als Riesenglück bezeichnete es Kämmerer Wolfgang Hempfling, im Rathaus zuständig für den Freizeitpark, dass bei Brandausbruch keiner mehr evakuiert werden musste und es nur zu Sachschaden kam. „Trotzdem ist es eine Katastrophe. Wir müssen nun sehen, was die Versicherung übernimmt“, sagt er. Das werde sicher dauern und bringe alles durcheinander. Zu den Einsatzkräften: „Sie haben eine wunderbare Arbeit geleistet.“

Kommandant Roland Zahn ist nur noch müde und erleichtert. „Es wäre schlimm, wenn ich meine Leute nicht vollzählig vom Einsatz mit zurückbringen würde“, sagt er. Jetzt geht es zurück zum Gerätehaus und zu restlichen Aufräumarbeiten und dann ins Bett. Und auch Kreisbrandrat Schreck muss nach diesem langen Einsatz erst mal schlafen.

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Info: Das Cabriosol bleibt erst mal bis zum kommenden Freitag, das Eisstadion bis auf weiteres geschlossen. Schüler, die im Cabriosol Schwimmunterricht haben, verbleiben für den regulären Unterricht in der Schule. 

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