Angriffe auf Bundespolizisten am laufenden Band: Keine schlimmeren Verletzungen

Foto: Bundespolizei

MÜNCHEN. Im Verlauf des Mittwoches (3. Oktober) kam es im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München zu mehreren Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen gegen Bundespolizisten. Schlimmere Verletzungen gab es glücklicherweise nicht. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.





Kurz nach Mitternacht, gegen 00:45 Uhr, taumelte eine offensichtlich stark alkoholisierte 25-jährige Deutsche am Münchner Hauptbahnhof. Eine Bundespolizeistreife nahm sich der jungen Frau an und überredete diese den Heimweg statt mit der U-Bahn mit einem Taxi anzutreten. Aufgrund ihrer augenscheinlichen Alkoholisierung verweigerten die Taxifahrer jedoch eine Mitnahme. Als die gebürtige Münchnerin mit Hilfe der Streife auf die Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof gebracht wurde, stürzte sie zu Boden. Eine Beamtin reichte der Frau die Hand zum Aufstehen, woraufhin sie die 22-Jährige jedoch mit dem Fuß gegen die Brust trat.



Die Beamten hoben die 25-Jährige auf und führten diese nun zur Wache, wobei sie dem Streifenpartner ins Gesicht und auf die Jacke spuckte. Weiterhin stemmte sie sich gegen die Laufrichtung und beleidigte die Beamten verbal. Auf der Dienststelle schlug sie mit der Hand in Richtung des Genitalbereiches des Polizisten und traf diesen leicht. Letztendlich wird sich die 22-jährige Beamtin aufgrund anhaltender Schmerzen durch den Tritt in ärztliche Behandlung begeben. Bei der 25-Jährigen wurde ein Atemalkoholwert von 3,16 Promille gemessen, den sie nach einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Blutentnahme, auf der Dienststelle ausnüchtern musste.




Es werden Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung geführt.




Gegen 17:45 Uhr, beleidigten zwei vom Oktoberfest kommende niederländische Staatsangehörige am Münchner Ostbahnhof grundlos verbal eine Streife der Bundespolizei. Daraufhin sollten die in München lebenden 19 und 22-jährigen Brüder einer Personenkontrolle unterzogen werden. Dabei versuchte der 22-Jährige einen Bundespolizisten zu schlagen, woraufhin ihm Handfesseln angelegt werden sollten.

Der 19-jährige Bruder versuchte dies unterdessen zu verhindern und seinen Freund zu befreien. Daraufhin wurden beide zur Dienststelle am Ostbahnhof gebracht, wo sie insgesamt fünf Beamte mehrfach beleidigten. Atemalkoholtests ergaben Werte von 1,48 Promille (22-Jähriger) und 1,10 Promille (19-Jähriger).




Es wurden Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Gefangenenbefreiung und Beleidigung eingeleitet.




Ein 43-jähriger Pole lief gegen 22:50 Uhr im Bereich der Hackerbücke über die Gleise. Daraufhin mussten drei Züge Schnellbremsungen einleiten. Der mit 2,40 Promille Alkoholisierte wurde durch Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit an die Bundespolizei übergeben. Als seine Personalien festgestellt werden sollten, leistete er Widerstand.



Wenige Minuten später, als der Zugverkehr im Bereich der Hackerbrücke noch wegen des 43-Jährigen eingestellt war, begab sich ebenfalls an der Hackerbrücke ein 24-jähriger Deutscher in den Gleisbereich. Als auch er durch Bahnmitarbeiter der Bundespolizei übergeben und zur Sachbearbeitung weitergeleitet werden sollte, stemmte er sich gegen die Laufrichtung und versuchte sich aus dem Griff zu winden. Einen Atemalkoholtest verweigerte er.




Strafanzeigen wurden wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.




Zum Ende des Tages informierte die Leitstelle der Deutsche Bahn Sicherheit, gegen 23:15 Uhr, die Bundespolizei über vier Randalierer, die mutwillig die Videokameras bei der Zufahrtsschranke bei der Bahndirektion in der Richelstraße zerstören würden. Vor Ort trafen Bundespolizeibeamte unter anderem auf einen 29-jähigen Kroaten, der mehrfach gegen die Überwachungskamera getreten und diese dabei beschädigt hatte. Der 29-Jährige verhielt sich gegenüber den Beamten äußerst aggressiv, sodass eine Aufnahme des Hergangs nicht möglich war. Es wurde eine zweite Streife mit Diensthund zur Unterstützung hinzugezogen.




Auch jetzt kam der Mann mehrfachen Anweisungen zur Ruhe und Kooperation nicht nach. Schließlich ging er mit erhobenen Armen auf den Diensthundeführer zu und beschimpfte diesen lautstark. Den bereits bellenden Diensthund ignorierte er ebenso wie die Anordnung stehen zu bleiben und Abstand zu halten. Als der Kroate auch auf die Androhung des Diensthundeeinsatzes nicht reagierte und weiter wild gestikulierend näherkam, verhinderte der Diensthund (mit Maulkorb) dies, indem er den Mann ansprang und zurückstieß. Hierbei traf er den Kroaten im Bereich des Kinns, woraufhin diesem ein Teil des Schneidezahns abbrach. Im Anschluss nahmen mehrere Beamte den weiterhin Aggressiven fest und brachten ihn zur Dienststelle. Es wurde ein Atemalkohol von 2,09 Promille gemessen.







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