Von der Straße gerutscht

Foto: Melitta Burger An nasse Fahrbahnen und das erste fallende Laub müssen sich die Autofahrer aus der Region offenbar erst wieder gewöhnen. Bei Thurnau ist am Montagabend ein Autofahrer deswegen verunglückt. Er war nicht der einzige.

THURNAU. Nach den langen Wochen mit Hitze und Trockenheit sind die Autofahrer offenbar nasse Fahrbahnen nicht mehr gewöhnt. Regen und das erste fallende Laub waren am Montag die Ursache gleich für mehrere Unfälle. Der folgenschwerste ereignete sich gegen 19 Uhr auf der Strecke zwischen Kasendorf und Thurnau.





In einer Kurve rutschte einem Autofahrer aus dem Landkreis Lichtenfels sein Fahrzeug von der Straße. Der Mann verlor die Kontrolle über den Wagen, der sich überschlug und schließlich total beschädigt mit dem Dach nach unten in einem Graben liegenblieb. Glücklicherweise ist dem Fahrer nichts Schlimmes geschehen, obwohl es zunächst anders ausgesehen hatte. Der alarmierte Rettungshubschrauber, der am Rand des Golfplatzes gelandet war, konnte wieder abheben.



Der Unfall bei Thurnau war nicht der einzige, der in der Region aufgrund nasser und rutschiger Straßen geschehen ist. Auch bei Eckersdorf, am sogenannten „Matzenberg“, sind zwei Frauen mit ihren Autos verunglückt. In beiden Fällen gibt die Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit bei regennasser Fahrbahn als Grund an. Auch die beiden Frauen wurden zum Glück nicht verletzt. Der Sachschaden durch die drei Unfälle ist allerdings hoch. Die Polizei schätzt ihn auf insgesamt 15 000 Euro.



Wie schnell sich die Straßenverhältnisse ändern können und so zu Gefahrenstellen werden, zeigen diese ersten Unfälle. Martin Prechtl vom Polizeipräsidium rät deshalb allen Verkehrsteilnehmern: „Denken Sie gerade in der Übergangsphase daran, dass sich die Fahrbahnverhältnisse zeitlich und örtlich rasch ändern können. Auf mit Laub bedeckten Fahrbahnen verlängert sich der Bremsweg teilweise erheblich und die Bodenhaftung in Bereich von Kurven nimmt deutlich ab.



Um hier gefährliche Situationen zu vermeiden, sollten Sie Ihre Geschwindigkeit unbedingt anpassen.“ Nicht nur vom Gas gehen ist dabei die Devise. Auch der Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sollte beachtet werden. Der Tipp der Polizei: „Planen Sie für Ihre Fahrten grundsätzlich etwas mehr Zeit ein, so dass Sie gar nicht erst in Zeitdruck geraten. „Auch die Reifen sollte jeder Autofahrer überprüfen. Genug Profil hilft, nicht im Graben zu landen.




„Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern sollten Sie nicht ausreizen. Bereits ab einer Profiltiefe von weniger als vier Millimetern beginnt die Haftung des Materials auf nasser Fahrbahn deutlich abzunehmen.“ Mit den sich jetzt verändernden Verhältnissen sollten sich Autofahrer rechtzeitig auseinandersetzen, damit der Schrecken erspart bleibt, den die am Montag verunglückten Fahrer erleiden mussten.







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