Tiergarten Nürnberg: Gorilla Fritz ist tot

Gorilla Fritz. Foto: Tiergarten Nürnberg

NÜRNBERG. Mit Gorilla Fritz ist am Montag der älteste in europäischen Zoos lebende Gorilla im Tiergarten der Stadt Nürnberg gestorben.





Wie der Tiergarten Nürnberg mitteilte, war Fritz war eine echte „Tierpersönlichkeit“. Er wurde 1963 in Kamerun geboren. Im Mai 1966 kam er in den Tierpark Hellabrunn in München. Am 2. November 1970 zog er in den Tiergarten Nürnberg um. In der Vorwoche noch aktiv in der Außenanlage, wurde der Gorillasenior ab Samstag, 18. August 2018, zunehmend schwächer. Zuletzt konnte er sich nur noch wenig bewegen.



Da die Gorillagruppe ihre Ruhe haben wollte, schlossen die Verantwortlichen des Tiergartens daraufhin das Affenhaus für die Besucherinnen und Besucher. Am Montag verschlechterte sich der Zustand von Fritz weiter. Da keinerlei Aussicht auf Besserung bestand, wurde das weitgehend bewegungsunfähige, altersschwache Leittier Fritz am frühen Nachmittag eingeschläfert. Danach hatten alle vier Weibchen seiner Gruppe nochmals die Gelegenheit, von ihm Abschied zu nehmen.



Gorilla Fritz war der Vater von sechs Nachkommen, zwei Weibchen und vier Männchen. Insgesamt hat Fritz 14 Ur-Urenkel (F4-Generation), die in ganz Europa verteilt leben. Unter den Söhnen von Fritz ist der ebenfalls zu einer gewissen Berühmtheit gelangte Gorillamann Schorsch. Er wurde im März 1972 in Nürnberg geboren und lebt seit Oktober 1994 in einer Junggesellengruppe im Loro Parque auf Teneriffa.




Fritz wurde vom Tiergarten Nürnberg zwei Mal ausgeliehen. So lebte er von September 1984 bis Januar 1985 im Zoo Berlin und von Juli 1986 bis November 1988 in Dvur Kralove (Tschechien). Bereits im Oktober 2017 war der damals etwa 54 Jahre alte Gorilla sehr krank, sodass ihn nicht einmal mehr sein geliebter Quark mit Himbeermarmelade aufheitern konnte. Doch damals kam er noch einmal auf die Beine.







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