Spielbank Bad Kissingen: Eine lange Tradition

Foto: Stefan Schweihofer

 

von Lisa Brandt 


BAD KISSINGEN. Ein Traditionshaus mit starken Wurzeln in der Geschichte und Offenheit gegenüber Innovationen: Die Spielbank Bad Kissingen ist eines der ältesten und erfolgreichsten Casinos in Bayern. Im Jahre 1796 trafen sich hier erstmals Herren zu einem geselligen Abend bei Hazard, einem mit zwei Würfeln gespielten Glücksspiel, aus dem das heutige Craps hervorgegangen ist.


Um 1800 wurde in Bad Kissingen Roulette eingeführt. Das Kesselspiel breitete sich innerhalb Europas rasch aus. In Bayern wurde ihm seine Beliebtheit schließlich zum Verhängnis. Weil König Max II. einen Sittenverfall der Bevölkerung befürchtete, wurden Glücksspiele 1849 verboten und die Spielbank wurde geschlossen.

Mehr als 100 Jahre lang dauerte die Zwangspause, bis die Spielbank 1955 von privater Seite wiederbelebt wurde. Seit 1961 ist das Luitpold-Casino in staatlicher Hand.

Weil die Casinos von jeher auch auf den geselligen Aspekt ausgerichtet waren, lassen sich in Bad Kissingen viel mehr als nur bloße Tisch- und Automatenspiele finden. Restaurant und zwei Bars versprechen Gaumengenüsse und gepflegte Getränke, sowie Kaffee und Kuchen werden nachmittags im Café serviert.

Unter dem Begriff Comedy Royal verbergen sich wechselnde Veranstaltungen, von Comedy und Kabarett über Lesungen bis hin zu Musik.Weil ein Abend im Kreis von Freunden noch mehr Spaß macht, stehen beim Ladies‘ Day am Dienstag die Damen im Mittelpunkt, inklusive freiem Eintritt und Begrüßungsgetränk. Der Donnerstag ist dann Herrenabend.

Wer sich auf Poker, Roulette, Blackjack und Slotspiele vorbereiten und so seine Gewinnchancen verbessern möchte, hat dazu online Gelegenheit. Für die meisten Spiele gibt es außer ausführlichen Erklärungen der Regeln auch kostenlose Übungsmodi, so dass Anfänger besser einschätzen können, wann sie einen echten Einsatz wagen sollten.

Die Spiele sind unterschiedlich kompliziert, und während etliche Partien nur wenige Minuten dauern, können sich Pokerturniere über Stunden erstrecken.  Schnell und simpel zu erlernen ist Blackjack, das auch deshalb weltweit inzwischen das beliebteste Kartenspiel in Casinos ist.

Bei Blackjack besitzt jede Karte den gezeigten Wert. Bildkarten werden mit zehn bewertet, und Asse können als eins oder als elf gewertet werden. Die jeweiligen Kartenwerte einer Hand werden dann jeweils zusammengezählt. Die Kartensumme darf 21 nicht überschreiten – der Spieler hat sich sonst überkauft.

Eine so genannte harte Hand ist eine, in der entweder kein Ass enthalten ist oder das Ass als eins gezählt wird. Eine Hand, in der ein Ass inbegriffen ist und in der das Ass als elf gewertet wird, gilt als weiche Hand. Wichtig zu wissen: wer eine weiche Hand hat, kann sich mit einer weiteren Karte nicht überkaufen, obwohl die weiche Hand dabei häufig zu einer harten Hand wird.

Blackjack wird an einem halbrunden Tisch gespielt, an dem bis zu sieben Spieler sitzen können. Vor jedem Spieler befindet sich ein quadratisches Wettfeld oder ein Kreis, in dem die gesetzten Chips oder Jetons abgelegt werden. Die nicht gesetzten Chips sollten ordentlich gestapelt neben dem Wettfeld liegen.

Der erste Einsatz erfolgt vor dem Austeilen der ersten zwei Karten durch den Dealer. Für ein faires Spiel und damit Spieler den Wert der Dealer-Karten einschätzen können, wird eine seiner Karten aufgedeckt ausgeteilt. Die andere bleibt verdeckt. Spielerkarten können entscheiden, ob sie ihre Karten verdeckt oder offen ausgeteilt haben möchten. Werden sie verdeckt ausgeteilt, müssen sie auf dem Tisch bleiben und dürfen vom Spieler nur mit einer Hand berührt werden. Wer beim Handspiel eine weitere Karte kaufen möchte, kratzt leicht mit den Karten über den Filz.

Für den Dealer gelten feste Regeln. Er muss eine weitere Karte kaufen, wenn seine Hand weniger als 17 ergibt. Bei 17 bis 21 muss er halten, darf also keine weitere Karte nehmen. Wie bei den meisten Tischspielen wird beim Blackjack streng auf Etikette geachtet, so dass sich das Üben vorab auf jeden Fall empfiehlt, auch wenn das Casino-Personal in Bad Kissingen und woanders gern die Regeln erklärt.

Einfach und schnell geht es auch beim Roulette zu. Bevor die Kugel im Kessel rollt und der Croupier „Rien ne vas plus – Nichts geht mehr“ verkünde, werden die Wetteinsätze auf einem Spielfeld platziert. Die Null ist grün unterlegt, alle anderen Zahlen sind abwechselnd schwarz oder rot. Spieler können auf Farben, auf gerade/ungerade oder auf Zahlen setzen. Wer seinen Einsatz auf die Mitte zwischen zwei Zahlen legt, spielt damit einen Split und wird im Gewinnfall mit der Hälfte des Höchstgewinns belohnt.

Poker macht auch in Bad Kissingen den Großteil der Tischspiele aus. Turniere im Texas Hold’em stehen regelmäßig auf dem Programm.

Die Starthand besteht dabei aus zwei verdeckten Karten. Die Spieler müssen nun mit dem Anfangseinsatz mithalten, ihn erhöhen oder gleich aussteigen. In der nächsten Runde legt der Dealer eine verdeckte Karte neben den Stapel und legt dann drei offene Karten auf den Tisch. Es wird erneut gesetzt. In der folgenden Runde werden eine verdeckte und eine offene Karte hingelegt. Die Spieler setzen erneut, beziehungsweise passen.

Eine weitere verdeckte und die fünfte offene Karte markieren die letzte Wettrunde. Jeder Spieler, der noch dabei ist, stellt nun aus seinen zwei Karten und den fünf offen liegenden Karten die beste Hand zusammen. Die sechste und siebte Karte sind bedeutungslos. Der Spieler mit der höchsten Hand streicht den Topf ein.

Neben Texas Hold’em wird in Bad Kissingen aber auch noch eine regionale Variante gespielt, nämlich Bavarian Texas Hold’em. Dabei treten die Spieler nicht gegeneinander, sondern nur gegen die Bank an.

Außer Roulette, Poker und Blackjack werden in Bad Kissingen auch an rund 100 Spielautomaten Video-Slots, Video-Poker, elektronisches Bingo, Keno, Multi-Roulette und mehr offeriert.

Die Kleiderordnung im Luitpold-Casino ist gepflegt-elegant. Sakko oder Jackett sind Pflicht, Krawatte ist es nicht. Schuhe müssen geschlossen sein, und Sportkleidung sowie Shorts sind verpönt. Für die Damen sind elegante Kleider ebenfalls erwünscht. Das Mindestalter für den Eintritt liegt bei 21 Jahren.

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