Rücktritt nach Erdogan-Skandal: Mesut Özil verlässt Nationalmannschaft


FRANKFURT. „Er würde es wieder tun“ – so lauteten heute Nachmittag die ersten Agenturmeldungen im Fall Mesut Özil. Fußballer Mesut Özil verteidigte über Twitter seine Fotos mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und stellte die Toleranz der Gesellschaft infrage: Werden Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland akzeptiert?




 „Viele Leute sprechen über meine Leistungen – es gibt viel Applaus und viel Kritik. Wenn eine Zeitung oder ein Experte Fehler in meinem Spiel findet, dann kann ich das akzeptieren – ich bin kein perfekter Fußballer, und das motiviert mich oft, noch härter zu arbeiten und zu trainieren. Was ich aber nicht verstehen kann, ist, dass deutsche Medien meine doppelte Herkunft und ein einfaches Foto für die schlechte Weltmeisterschaft einer ganzen Mannschaft verantwortlich machen.“ (Mesut Özil)

In drei Schritten kam er dann am Abend zu seinem Rücktritt und rechnete mit Medien, Verband und Sponsoren ab:




Özil spielte seit 2010 für die Nationalmannschaft, machte insgesamt 92 Länderspiele (23 Tore) für Deutschland. Bei der WM 2010 in Südafrika wurde er mit dem DFB-Team Dritter, vier Jahre später krönte er sich in Brasilien zum Weltmeister bevor es 2018 zum Debakel kam. Während Gündogan die Situation mit dem Erdogan-Auftritt erklärte und seinen Standpunkt publizierte, schwieg Özil zu den Fotos. Heute veröffentliche er im Abstand von mehreren Stunden eine dreiteilige Erklärung im Internet. Er verteidigte das Foto,  rechnete mit den Medien, den Sponsoren und dem DFB ab. Im Anschluss trat er zurück.










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