Glückliches Ende einer Vermisstensuche

Foto: Markus Roider

WEIDLWANG / PEGNITZ. An der Landkreisgrenze bei Weidlwang lief den ganzen Vormittag über ein Einsatz von Polizei, Feuerwehr, Bergwacht und Rettungsdienst. Die Einsatzkräfte suchten nach zwei mutmaßlich vermissten Personen. Mit Hunden wurde die Umgebung abgesucht. 




„Mit dem Kleinstransporter könnten Mutter und Sohn unterwegs sein“, sagte die Polizei vor Ort. Beide stammen aus dem Raum Pirna in der sächsischen Schweiz. Das Auto steht seit Mittwoch am Ortsausgang von Weidlwang. Anwohner machten sich Sorgen und alarmierten gegen 8.30 Uhr die Einsatzkräfte. Zunächst versuchte die Polizei den Fahrzeughalter ausfindig zu machen, konnte aber niemanden erreichen.

Foto: red




Auch eine Handyortung brachte zunächst keine Erkenntnisse zum Aufenthalt der Fahrzeuginsassen. „Wir wussten nur, dass das Handy im Bereich Weidlwang zuletzt aktiv war“, sagte ein Polizeisprecher. Erreichbar war niemand, auf dem Mobiltelefon war eine Rufumleitung aktiv. Wegen der angenommenen Notlage, wurde das Auto vom ADAC geöffnet und ein spezieller Mantrailing-Hund der Polizei auf die Fährte angesetzt. Dieser schlug auch sofort an und führte das Rettungsteam bis nach Hainbronn, wo sie die Spur dann aber verlor.

Lagebesprechung am Ortsrand. Foto: Markus Roider

Während die Einsatzkräfte das Suchgebiet bereits in Sektoren einteilten und über den Einsatz von Hubschrauber und Suchmannschaften nachdachten, kam die gesuchte 55-Jährige gegen 14 Uhr aus dem Ort heraus zu ihrem Fahrzeug. Sie zeigte sich von dem Einsatz überrascht, hatte ihn wohl schon am Vormittag beobachtet. „Ich war bei Bekannten zu Besuch“, sagte sie gegenüber Reporter24. Sie habe die Nächte in einem Zelt verbracht, das Fahrzeug aus Platzgründen am Ortsrand abgestellt.




„Bei uns in der Stadt hätte kein Hahn danach gekräht“, sagte die 55-Jährige aus Pirna. Sie wollte nicht, dass sie so einen Einsatz auslöste, zeigte aber Verständnis für die Maßnahmen. Ihr Auto wurde übrigens kaum beschädigt. Am Ende waren alle Beteiligten glücklich, dass nichts passiert ist.

Spurensuche am Waldrand. Foto: Markus Roider



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