Beim Gassigehen am Bayreuther Siegesturm vergewaltigt

Foto: Archiv

BAYREUTH. Unter der Drohung, ihrem Hund etwas anzutun, soll ein bislang Unbekannter am Freitagabend eine 36-Jährige im Wald unterhalb des Siegesturms gezwungen haben, sexuelle Handlungen über sich ergehen zu lassen. Die Ermittlungen der Kripo Bayreuth laufen auf Hochtouren und die Beamten hoffen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.




Kurz vor 18 Uhr sei die Frau, die ihren Hund am Wald im Bereich der Bürgerreuth laufen ließ, einem unbekannten Mann begegnet. Nachdem sie zu diesem Zeitpunkt den Vierbeiner kurz aus den Augen verlor, habe sie der Unbekannte aufgerufen, sich ruhig zu verhalten. Andernfalls würde ihrem Hund etwas zustoßen. Sie hörte das Tier laut eigenen Angaben in der Nähe bellen, auf Rufen kam es aber nicht zu ihr zurück.

Dermaßen eingeschüchtert ließ die Frau nach anfänglichem Widerstand sexuelle Handlungen des Täters über sich ergehen. Danach entfernte sich der Mann in unbekannte Richtung und ihr gelang es nach kurzer Suche ihren Hund wieder aufzufinden. Dieser kehrte laut Polizei wieder selbst zu der Frau zurück. Unmittelbar danach traf sie wohl auf eine ältere Dame, die mit zwei Hunden unterwegs war. Einer der beiden großen, weiß-grauen Hunde mit langem Fell, soll auf den Namen Filou (Schreibweise auch ähnlich möglich) hören.



Der Sexualtäter wird wie folgt beschrieben:

  • ca 40 Jahre alt
  • 180 Zentimeter groß
  • barfuß
  • alte Jeans
  • gelb-orange kariertes Hemd
  • schwarze Cappy
  • machte insgesamt einen schmutzigen und verwahrlosten Eindruck.

Wie die Polizei mitteilte, erhofft man sich nun Hinweise aus der Bevölkerung. Dazu sei es nicht relevant, welchen Dialekt der Täter sprach. Üblicher Weise gibt die Polizei nicht immer alle Details bekannt. Einerseits aus ermittlungstaktischen Gründen, andererseits gibt es immer auch Wissen, welches nur dem Täter und dem Opfer zugänglich war. Das kann in Vernehmungen ein wichtiger Baustein sein, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.




Auf die Frage, warum die Öffentlichkeit erst rund 48 Stunden später informiert wurde, wollte sich Polizeisprecher Jürgen Stadter zunächst nicht äußern. Auch das habe ermittlungstaktische Gründe. Teilweise laufen polizeiliche Maßnahmen, die nicht zielführend seien, wenn die Öffentlichkeit darüber informiert ist.

Die Beamten der Kriminalpolizei Bayreuth haben die Ermittlungen aufgenommen und bitten die Bevölkerung um Mithilfe:

  • Wer kennt einen Mann, auf den die Beschreibung zutrifft und kann Hinweise auf dessen Aufenthaltsort geben?
  • Wem ist am Freitagabend im Wald oberhalb des Festspielhügels etwas Verdächtiges aufgefallen?

Personen, die Hinweise zur Aufklärung der Tat geben können, insbesondere die Dame, die mit ihren beiden Hunden dort unterwegs war und die angegriffene Frau traf, werden gebeten, sich mit der Kripo Bayreuth unter der Tel.-Nr. 0921/506-0 in Verbindung zu setzen. Die Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt zeigt in Absprache mit der Kripo Bayreuth mit Unterstützungseinheiten weiterhin verstärkte Präsenz rund um das Waldgebiet im Bereich der Bürgerreuth.

Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert, zuletzt am 11.06.2018 um 17.34 Uhr. 




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