Wieder zahlreiche Fälle von falschen Polizeibeamten

Symbolbild




Gegen 11:30 Uhr stellte sich ein Unbekannter bei dem Rentner in der Adam-Klein-Straße als Kriminalbeamter vor und gab dem Mann gegenüber an, dass wohl Einbrecher in der Wohnung gewesen sein sollen und der Senior seine Barschaft überprüfen möge, ob noch alles vorhanden ist. Der Rentner zeigte dem vermeintlichen Polizeibeamten ein Kuvert mit einigen tausend Euro. Als der „Beamte“ wieder gegangen war, war auch das Kuvert samt Inhalt weg.




Beschreibung des Tatverdächtigen: ca. 175 cm groß, etwa 65 Jahre, schlank, sprach hochdeutsch, trug blaue Jeans, dunkles Cap und eine schwarze Lederjacke.

Das Fachkommissariat für Trickbetrug bei der Kriminalpolizei Nürnberg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333.



Am zurückliegenden Wochenende erfolgten auch mittelfrankenweit wieder zahlreiche Anrufe von falschen Polizeibeamten, bei denen nach bekanntem Muster vorgegaukelt wird, dass Einbrecher festgenommen worden seien, bei denen Zettel mit Anschrift der Angerufenen aufgefunden wurden, und deshalb deren Geld und Schmuck zur Sicherung von Polizeibeamten vorübergehend abgeholt würde. Allein im Bereich Höchstadt/Aisch kam es zu sieben derartigen Telefonanrufen; hier allerdings mit unterdrückter Rufnummer.




In allen Fällen von Anrufen falscher Polizeibeamter am vergangenen Wochenende kam es bislang zu keinem finanziellen Schaden der Angerufenen. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich vor Straftätern, die das vorhandene Vertrauen der Bürger in die Polizei dazu ausnutzen, um an Daten oder Geld von vornehmlich älteren Personen zu gelangen. Die Täter nutzen die erhaltenen Informationen in der Regel dazu, Trickdiebstähle und Einbrüche vorzubereiten oder Bargeld abzuholen.




In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps:

– Lassen Sie sich bei Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten stets den Namen und die Dienststelle nennen. Notieren Sie sich die Nummer des Anrufers.

– Die Polizei meldet sich bei Ihnen niemals über die Notrufnummer „110“! Seien Sie misstrauisch, wenn derartige Phantasienummern im Display erscheinen.

– Beachten Sie auch, dass es den Tätern mittlerweile möglich ist, die echten Rufnummern von Polizeidienststellen im Telefondisplay anzeigen zu lassen!

– Sollten Sie daran zweifeln, von einem echten Polizeibeamten angerufen zu werden, rufen Sie bei der genannten Dienststelle zurück. Suchen Sie die Rufnummer hierfür jedoch stets selbst heraus.

– Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine vertraulichen Informationen weiter. Dies betrifft vor allem Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen oder dem Aufbewahrungsort von Schmuck und Bargeld.

– Ziehen Sie gegebenenfalls eine Person Ihres Vertrauens hinzu.

– Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.







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