Mann besprüht Passanten mit Pfefferspray: SEK nimmt Täter fest

Symbolbild

DEGGENDORF. Ein Unbekannter hat am Oberen Stadtplatz gestern Vormittag scheinbar mit Pfefferspray mehrere Passanten besprüht. Ein Opfer meldete das der Integrierten Leitstelle, welche wiederum die Polizeieinsatzzentrale verständigte. Aktuell sind mindestens sieben Verletzte bekannt. Ein Großaufgebot an Einsatz – und Rettungskräften kümmerte sich um die Opfer. Zahlreiche Polizeistreifen fahndeten nach dem flüchtigen Täter.




Gegen 10.30 Uhr wurde die Einsatzzentrale über den Sachverhalt verständigt. Umgehend wurden alle verfügbaren Streifen zum Tatort geschickt. Unter den zahlreichen Verletzten ist auch ein Säugling, teilte die Polizei mit. Ein Teil der Opfer wurde ins Krankenhaus verbracht, andere begaben sich bereits selbst in ärztliche Behandlung. Daher variiert die Anzahl der Verletzten derzeit noch sehr stark.



SEK nimmt Täter in Wohnung fest

 

Der Aufenthaltsort des Tatverdächtigen in der Deggendorfer Innenstadt ist aufgrund von Hinweisen und fortgeschrittener Ermittlungen schnell bekannt gewesen. Da bei dem Mann zumindest von einer „Bewaffnung“ mit Reizstoff auszugehen war, wurde das SEK und speziell geschulte Beamte zum Zwecke anstehender Verhandlungen alarmiert. „Der 40-jährige Tatverdächtige ist bereits mehrfach kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten“, teilte ein Sprecher mit.




Im Umkreis der Wohnung des Tatverdächtigen wurde eine weiträumige Absperrung aufgebaut. Gegen 15 Uhr konnte er widerstandslos durch Spezialkräfte in seiner Wohnung in der Deggendorfer Innenstadt festgenommen werden. Er blieb dabei unverletzt. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden neben mehreren Messern auch drei Pfeffersprays sichergestellt. Ob sich darunter das verwendete Pfefferspray befindet, ist aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen.

Verletztenzahl unklar 

Bislang ist die Rede von sechs bis zehn Verletzten, darunter auch ein Baby. Viele Passanten haben sich aber auch ohne Meldung bei den Rettungskräften selbst in Behandlung gegeben. Im Einsatz waren mehrere Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Auch Diensthunde waren im Einsatz. Bei dem Einsatz wurde ein Beamter leicht am Finger verletzt. Zeitweise kam es im Bereich rund um den Einsatzort durch Verkehrsmaßnahmen zu Verkehrsbehinderungen.




Das Motiv für die Tat dürfte im gesundheitlichen Bereich des Mannes zu suchen sein. Die weiteren Ermittlungen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, werden durch die Polizeiinspektion Deggendorf geführt.

Zeugensuche der Polizei

Personen, welche den Vorfall beobachten konnten oder auch durch das Sprühen mit Reizgas verletzt wurden, werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Deggendorf unter der Telefon-Nummer 0991/ 38960 zu melden.

Über den weiteren Verbleib des Mannes wird nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf nach einer ärztlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes des 40-Jährigen im Verlauf des Wochenendes entschieden.







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