Kaufland: Stecknadeln in Lebensmitteln versteckt

OFFENBURG. Seit Mitte Dezember 2017 werden im Raum Offenburg immer wieder Stecknadeln in Lebensmitteln gefunden. Nun haben Kunden und Mitarbeiter weitere Nadeln entdeckt. Polizei und Lebensmittelüberwachung schlagen Alarm. Bislang gehe man von einem regionalen Täter aus, könne aber auch überregionale Anschläge nicht ausschließen. 




Nach dem Fund einer Stecknadel in einem selbstbedienungsgerecht (SB) verpackten Bagel am 17. Dezember wurde von anderen Kunden desselben Offenburger Kauflands am 22. und  23. Dezember jeweils eine Nadel in einem Aufbackbrötchen gefunden. Die beiden erworbenen Backwaren wurden nach ersten Ermittlungen am 16. Dezember aus ein und demselben Regal entnommen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Im Verlauf des vergangenen Wochenendes haben dann zwei weitere Kunden desselben Supermarktes Lebensmittel gemeldet, in denen teilweise mehrere Stecknadeln aufgefunden wurden. Während ein Kunde am Sonntag eine Nadel in einer am 16. Dezember erworbenen Toastbrotpackung entdeckt hatte, meldete am Samstag eine Anruferin einen soeben erworbenen, mit zwei Stecknadeln präparierten ´Salami-Snack´. Zu Schaden kam auch hier glücklicherweise niemand.




Jetzt auch andere Märkte betroffen 

Nachdem sich die bisherigen Stecknadelfunde auf eine Filiale in Offenburg beschränkt hatten, ist nun auch ein Lebensmittelgeschäft der gleichen Kette in Kehl betroffen, berichtet die Polizei am Donnerstag. Am Dienstagnachmittag hatte eine Kundin ein in einer Kunststoffbox verpacktes Stück Kuchen erworben und zu Hause festgestellt, dass das Gebäck mit einer Nadel bestückt war. Die neuerlichen Fälle lassen die Gesamtzahl der gefährlichen Hinterlassenschaften nunmehr auf mindestens sechs oder sieben ansteigen.

Während die Sicherheitsmaßnahmen innerhalb des betroffenen Marktes in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes und der Polizei weiter verschärft wurden, arbeiten die Ermittler indes unter Hochdruck daran, Licht ins Dunkel zu bringen. Neben umfangreichen, durch die Leitung des Lebensmittelhändlers unterstützten Recherchen, werden die sichergestellten Verpackungen einschließlich des riskanten Inhalts kriminaltechnisch untersucht.



Nach bisherigem Ermittlungsstand wurden die betroffenen Artikel Mitte Dezember 2017 verkauft. Die Produkte aller bisher betroffenen Sortimente wurden vollständig ausgetauscht. Zusätzlich überprüft Kaufland Produkte von bisher nicht betroffenen Bereichen.

Öffentlichkeitswarnung von Kaufland

Die Beamten des Fachbereichs Gewerbe und Umwelt haben Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen und stehen im engen Austausch mit den Fachleuten der Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes Ortenaukreis und den Verantwortlichen des Handelsunternehmens. Die betroffenen Produkte wurden korrekt ausgeliefert und könnten erst im Markt manipuliert worden sein, bestätigt die Überprüfung der Lebensmittelkontrolleure. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere manipulierte Produkte im Umlauf befinden. Sicherheitsmaßnahmen wurden von Seiten des Supermarktes in enger Absprache mit Polizei und Landratsamt eingeleitet.




Erpressungs – oder Bekennerschreiben liegen offenbar weder bei der Polizei, noch bei Kaufland vor. Die eingerichtete Ermittlungsgruppe arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des Falles und bittet auch Kunden, sich bei verdächtigen Feststellungen unter der Rufnummer: 0781 21-2200 an die Polizei zu wenden.Für Verbraucherhinweise wird nun auch auf die Pressemitteilung „Warnhinweis Aufbackbrötchen und Bagels“ der Kaufland Warenhandel GmbH & Co. KG verwiesen.

Wir empfehlen unseren Kunden, alle infrage kommenden Produkte auf verdächtige Einstiche zu prüfen. Dazu gehören Lebensmittel, die für den unmittelbaren Verzehr bestimmt sind, also so weich sind, dass von außen eine Nadel eingestochen werden kann. Dazu gehören verpackte Backwaren wie zum Beispiel Brötchen für Hot-Dog und Hamburger oder Toast, Fleischwaren wie zum Beispiel Salami-Snacks und Snack-Wiener oder Frikadellen. Außerdem betroffen sein können Käse-Snacks und Süßwaren wie Schaumzuckerwaren oder Schokoriegel. Die Kunden können verdächtige Produkte auch ohne Kassenbon jederzeit in der Filiale umtauschen. (Kaufland)







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