Vor den Augen der Polizei: Mann sticht Lebensgefährtin nieder

Symbolbild

CHAM. Am Montagnachmittag (25.09.2017) griff ein 50-jähriger Mann seine Lebensgefährtin mit einem Messer an und verletzte sie schwer. Polizisten konnten weitere Stiche verhindern. Gegen den Angreifer erging Haftbefehl.



Die Tat ereignete sich gegen 15:05 Uhr unmittelbar vor der Polizeidienststelle in der Wolfgang-Schmidbauer-Straße in Cham. Obwohl die diensthabenden Beamten aufgrund von Hilferufen auf das Geschehen vor dem Dienstgebäude aufmerksam wurden und umgehend einschritten, erlitt die Frau eine erhebliche Stichwunde und befindet sich seither in stationärer ärztlicher Behandlung.

Die Frau war aufgrund vorangegangener Ereignisse am Montagnachmittag offenbar auf dem Weg zur Polizeidienststelle um Strafanzeige zu erstatten. Unmittelbar vor dem Gebäude traf die Anzeigenerstatterin dann auf ihren Lebensfährten, der sie sofort unter anderem mit einem Messer tätlich angriff.




Durch das schnelle einschreiten der Beamten konnten weitere Angriffe auf die Frau verhindert und der Angreifer festgenommen werden. Eine erste Überprüfung zeigte, dass der 50-Jährige zur Tatzeit erheblich alkoholisiert war. Sein Opfer erlitt schwerste Verletzungen am Oberkörper, ist derzeit aber wohl außer Lebensgefahr.

Aufgrund der Gesamtumstände und der schweren Verletzung der Frau übernahm die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg noch am Montag die weitere Sachbearbeitung. Dies führte für den Tatverdächtigen am Dienstagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg vor den Ermittlungsrichter am Amtsgericht.




Dieser sah den Beschuldigten wegen einer gefährlichen Körperverletzung und weiterer Delikte als dringend tatverdächtig und erließ Haftbefehl. Der 50-Jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegt das Motiv für den Angriff im privaten Bereich. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.







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