Asylbewerber stellen Forderungskatalog: Großeinsatz der Polizei in zwei Unterkünften

Symbolbild

PLATTLING, LKRS. DEGGENDORF. Mehrere Asylbewerber stellten am Sonntag (07.05.2017) einen Forderungskatalog. In der Folge kam es deshalb zu einem größeren Polizeieinsatz, der aber nach Gesprächen wiederum ebenso schnell beendet war.




Mehrere Asylbewerber scheinen in letzter Zeit mit Ihrer persönlichen Situation und der Unterkunft in der Gottlieb-Daimler-Str. nicht mehr zufrieden zu sein, weshalb mehrere Wortführer – mit einer Gruppe von weiteren Asylbewerber hinter sich – sich dazu bewegen konnten, Forderungen zu formulieren, z. B. zum Essen und zur gesundheitlichen Versorgung.




Hungerstreik angekündigt

Diese Forderungen sollten unter anderem mit einem Hungerstreik und evtl. weiteren Maßnahmen hinterlegt werden. Einer der Asylbewerber wurde mit einer angeblichen Erkrankung am Sonntagmittag der Polizei übergeben und für diesen wurde ein Rettungswagen alarmiert. Aufgrund dessen wurden durch die Polizeieinsatzzentrale in Straubing und die verantwortliche Polizeiinspektion Plattling Einsatzkräfte zusammengezogen, um einer evtl. auftretenden weiteren Eskalation begegnen zu können. Gleichzeitig erfolgte auch die Verständigung des Landratsamtes Deggendorf und der Regierung von Niederbayern, Vertreter waren vor Ort.




In Gesprächen konnten die Wortführer zu weiteren Verhandlungen mit den Vertretern der zuständigen Behörden am Wochenanfang und zum Einlenken bewegt werden. Einige berechtigte Missstände konnten offenbar beseitigt werden. Die Einsatzkräfte konnten deshalb schnell wieder entlassen werden. Es kam zu keinerlei direktem Einschreiten der Polizei gegenüber den Bewohnern des Asylheimes.

Großeinsatz auch in Freyung

Ebenfalls zu einem Polizeieinsatz in der Asylbewerberunterkunft kam es am Freitag in Freyung/ Geyersberg. Hintergrund war eine geplante Verlegung von vier Personen. Es kam daraufhin zu einer Solidarisierung von ca. 30-50 Asylbewerbern. Aufgrund dessen wurden mehrere Einsatzkräfte, darunter auch Beamte aus umliegenden Polizeiinspektionen zusammengezogen, um einer eventuell auftretenden Eskalation begegnen zu können.




Durch Aufklärungsgespräche und der starken Polizeipräsenz konnte die Einsatzlage beruhigt und die betroffenen Asylbewerber wie geplant verlegt werden. Dabei ist es laut Polizei zu keinerlei Zwischenfällen bzw. Begehung von Straftaten seitens der Asylbewerber gekommen.



Über Redaktion 16974 Artikel
Reporter24 - News. Aktuell. Nordbayern.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen