Trickbetrug mit Gewinnversprechen: 56-jährige wartet vergeblich auf ihren Gewinn

NEUSTADT AN DER WALDNAAB. Die Neustädter Polizei hatte am Wochenende (17.03.-19.03.2017)  einen Betrugsfall mit einem bereits seit langen bekannten, aber anscheinend trotzdem immer wieder funktionierenden Trickbetrug im Zusammenhang mit Gewinnversprechen zu bearbeiten.




Eine 56-jährige Hausfrau erhielt am letzten Donnerstag einen Telefonanruf mit Münchner Vorwahl. Der unbekannte Anrufer teilte mit, dass sie bei einem Preisausschreiben 40000 Euro gewonnen habe. Als Kaution für den Notar müsse sie jedoch mehrere Guthabenkarten bestellen und die Gewinncodes an den unbekannten Anrufer übermitteln.

Nachdem die Frau die Kartencodes im Wert von knapp 1000 Euro mitgeteilt hatte und vergeblich auf eine Gewinnübergabe wartete, erhielt sie am nächsten Tag einen weiteren Anruf mit der Mitteilung, dass sich ihr Gewinn erhöht habe und sie aus diesem Grund für die erhöhten Gebühren weitere Guthabenkarten in Höhe von mehreren Tausend Euro erwerben müsse. Dies kam der Geschädigten dann doch „spanisch“ vor und sie ging zur Polizei.




Hier wurde ihr erklärt, dass sie einer bekannten Masche von Trickbetrügern aufgesessen ist, die mit Gewinnversprechen am Telefon bereits seit Jahren nicht unerhebliche Schäden verursachen. Alleine diese verwendete Telefonnummer wurde seit Anfang des Jahres in Bayern bereits 25 Mal für gleichgelagerte Straftaten verwendet. Die Dunkelziffer dürfte jedoch um einiges höher sein, da nicht alle Geschädigten die Polizei verständigen. Bei der benutzten Telefonnummer handelt es sich um eine willkürlich von den Tätern ausgesuchte Nummer. Die eigene Nummer wird verschleiert.

Das Bundeskriminalamt warnt bereits seit längerem vor dieser Kriminalitätsform und hat diesbezüglich auch einen Informationsflyer veröffentlicht. Der 56-jährigen Geschädigten wäre zu wünschen gewesen, dass sie diesen Flyer vor dem Anruf bereits gelesen hätte, dann hätte sie angemessen reagieren können.




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