Doch keine toten Hunde in Kemnath: Polizei korrigiert sich selbst

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WILDENREUTH / KEMNATH. Am Donnerstagabend (30.03.2017 ) meldete ein Wildenreuther Weiherbesitzer einen schrecklichen Fund. Nachdem der Wasserzulauf seiner Weiher annähernd zum Stillstand kam, suchte er nach der Ursache. Dann machte er eine grausige Entdeckung. Hunde seien tot im Schacht gelegen. Am Nachmittag korrigierte sich die Polizei.




Der Wasserzulauf wird über ein Drainage-System einer angrenzenden Wiese versorgt. Dazu befindet sich mitten auf der großen Wiese ein Sammelschacht. Als der Wildenreuther den schweren Betondeckel entfernte und den Schacht kontrollierte, konnte er ein verendetes Tier im Schacht feststellen.

Polizei ging von toten Hunden aus

Ein hinzugerufener Nachbar half bei der Bergung. Schnell bemerkten die Männer ein zweites totes Tier und alarmierten die Polizei. Erster Verdacht: Hier stecken zwei tote Hunde fest. „Eine Feststellung der Rasse war auf Grund der fortgeschrittenen Verwesung nicht mehr möglich“, teilte die Polizei mit. Die Größe der „Hunde“ wurde auf eine Schulterhöhe von ca. 30 Zentimetern und eine Länge von ca. 80 Zentimetern geschätzt. „Sie dürften beide ein braunes Fell gehabt haben“, berichtet die Polizei am Morgen.




Die ersten Ermittlungen ergaben, dass es Tieren dieser Größe unmöglich wäre, von selbst über die Abläufe des Schachtes in diesen zu geraten. Die Polizei ermittelte daher wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz. Man habe die beiden Vierbeiner absichtlich und in Tötungsabsicht in den Schacht gesteckt. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die Hunde lebend in den Schacht verbracht wurden und dort qualvoll verendeten“, teilte ein Polizeisprecher mit.




Fachleute sprechen von toten Füchsen

Die beiden aufgefundenen toten Tiere wurden am 31.03.2017 dann nochmals in Augenschein genommen. Dabei wurde vom Jagdhundefachmann Hans Rösch aus Kemnath und Polizeihauptmeister Carsten Landgraf, der Jäger ist, festgestellt, dass es sich bei den Tieren nicht wie zunächst von der Polizei behauptet um Hunde, sondern eindeutig um Füchse handelt.

Dies konnte anhand der Gebisse der beiden Tiere erkannt werden. Die Füchse sind offenbar durch das Drainagesystem in den Wasserzulauf zum Weiher gelangt, dort nicht mehr herausgekommen und letztendlich verendet. Eine mögliche Straftat scheidet dadurch aus, heißt es aktuell.




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