Über 44.000 Euro erbeutet: Zehn Monate Haft für Pfandflaschenbetrug

Foto: Reporter24

KÖLN. Das Amtsgericht Köln hat am gestrigen Dienstag einen 37 Jahre alten Mann zu zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Er hatte mit einer einzigen Pfandflasche rund 44.000 Euro erbeutet.




Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, habe der Täter sogar ein Radio aufgebaut, weil es ihm sonst zu langweilig gworden wäre. Während andere Menschen am Spielautomaten sitzen, bedient der 37-jährige Getränkehändler lieber einen Pfandautomaten. Dabei hatte der Mann ein ganz ausgeklügeltes System entwickelt.

Der Tüftler hatte einen Holztunnel in den Automaten eingeführt und einen Magnetsensor angebracht, um die Transportbänder zu überlisten. Dadurch wurde seine Betrugsflasche gescannt und auf dem Bon gutgeschrieben, aber nicht zerschreddert. Zwischen 170.000 und 180.000 Mal muss die Flasche den Weg überwunden haben. Denn am Ende soll der 37-Jährige über 44.000 Euro reicher gewesen sein.




Weil der Getränkehändler vollumfänglich geständig war, fiel das Urteil des Amtsrichters relativ milde aus. Zehn Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Auf die Schliche kam man dem Mann erst durch einen anonymen Hinweis, denn der Deutschen Pfandsystem GmbH ist der Schwindel offenbar nicht aufgefallen.

 

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