Keine Rettungsgasse auf der A6 – Brummifahrer weiter in Lebensgefahr

A6 , NÜRNBERG. Auf der A6 hat sich am Morgen ein schwerer LKW Unfall ereignet. Dabei wurde ein Brummifahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt. Die Unfallstelle befindet sich in Fahrtrichtung Heilbronn zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg Ost und der AS Langwasser. Zunächst mussten jedoch beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Die Rettungskräfte müssen von der Gegenfahrbahn aus helfen, weil ein Durchkommen durch den Stau nicht möglich ist.




Gegen 06:50 Uhr erreichte die Leitstelle Nürnberg der Notruf, dass sich auf der A6 im Baustellenbereich, zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg Ost und der Anschlussstelle Langwasser ein Unfall mit mehreren LKWs ereignet hatte. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass der Fahrer (30) eines Lkw in seiner Kabine eingeklemmt war.

Brummifahrer in Lebensgefahr

Zum Unfallzeitpunkt musste ein 55-jähriger Lkw-Fahrer seinen Sattelzug im Baustellenbereich verkehrsbedingt abbremsen. Der hinter ihm in Richtung Heilbronn fahrende Sattelzug fuhr nahezu ungebremst auf und der 30-jährige Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Er wurde von Kräften der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Der Mann schwebt noch in Lebensgefahr.




Auf die beiden Sattelzüge fuhren noch zwei Pkw auf, deren Fahrer blieben jedoch unverletzt. Die Fahrbahnen in Richtung Heilbronn waren durch herumliegende Trümmer gesperrt und es bildete sich ein Stau bis zum Autobahnkreuz Altdorf. Zur Bergung des Verletzten wurde kurzzeitig auch die Gegenfahrbahn gesperrt.

Nachdem die Polizei ab dem Autobahnkreuz Nürnberg-Ost über das Autobahndreieck Feucht umleitete, löste sich der Stau langsam auf. Auch an der Unfallstelle konnten die Fahrzeuge mittlerweile vorbeigeleitet werden. Nach der Bergung der verunfallten Fahrzeuge wurde die Sperrung in Richtung Heilbronn gegen Mittag wieder aufgehoben. An den Fahrzeugen entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von etwa 12.00 Euro.




Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Nürnberg und die Freiwillige Feuerwehr Fischbach mit insgesamt 10 Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften, der Rettungsdienst mit Notarzt und die Polizei. Die Schadenssumme kann derzeit nicht beziffert werden. Eine Rettungsgasse war nicht zu erkennen. Schuld daran ist auch die Baustelle, wo es Autofahrern noch schwerer fällt als sonst.