Maskenmann sorgt für Aufregung – Polizei ohne Feststellungen

ATZMANNSRICHT / GEBENBACH, LKR AS. Am vergangenen Freitagabend (16.09.2016) gegen 18.20 Uhr erreichte die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg Uhr die telefonische Nachricht einer Bewohnerin des Ortsteils Atzmannsricht, dass sich kurz zuvor eine schwarz gekleidete Person, die angeblich auch eine schwarze Gesichtsmaske und schwarze Handschuhe getragen haben soll, am Randes ihres Anwesen aufgehalten haben soll.




Auf die Person aufmerksam geworden sei ihre siebenjährige Tochter, die zu dieser Zeit auf der Terrasse des Anwesens spielte, so die Einlassungen der Mitteilerin. Bei Erblicken des Kindes habe die Person wortlos das Grundstück verlassen und sei in Richtung Gebenbach gelaufen oder gerannt. Ein unmittelbarer körperlicher Kontakt mit dem Kind habe nicht stattgefunden.

Maskenmann erneut aufgetreten

Um der Sache nachzugehen, entsandte die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg unverzüglich eine Streifenbesatzung an den Ort des Geschehens. Bei einer sorgfältigen Befragung des Kindes konnten aus verständlichen Gründen kaum mehr Informationen erlangt werden, als der telefonischen Berichterstattung bereits vorausgegangen. Auch ein weiterer Schüler im gleichen Alter aus der Nachbarschaft wollte die dunkel gekleidete Person am besagten Abend gesehen haben, angeblich sei die beschriebene Person bereits an anderen Tagen im Bereich Atzmannsricht unterwegs gewesen.




Die vor Ort befindlichen Polizeibeamten leiteten sofort eine örtliche Fahndung nach der beschriebenen Person ein, konnten aber bis zum Eintritt der Dunkelheit keine weiteren Erkenntnisse gewinnen. Im Rahmen einer Ortsbegehung stellten die Ordnungshüter ein Taschentuch als möglichen Spurenträger sicher. Die Herkunft dieses „Beweisstücks“ kann jedoch nicht zweifelsfrei belegt werden. Ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Verdachts des Hausfriedensbruchs wurde eingeleitet.

Horrormeldungen bei Facebook

Im Zuge einer erhöhten Streifenpräsenz der Polizei im Gemeindebereich Gebenbach fand am Sonntagmorgen (18.09.2016) nochmals eine intensive Befragung der Kinder statt, am Sachstand änderte sich jedoch nichts. Weil mittlerweile über die sozialen Medien durchaus angsteinflößende Botschaften in den Umlauf gebracht wurden, sieht sich die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg veranlasst, über das Ereignis nun nochmals zu berichten.




Mit Ausnahme der Aussagen der beiden Kinder liegen der Polizei gegenwärtig keine greifbaren Hinweise für eine Existenz des sogenannten „Maskenmannes“ vor. Rückblickend auf das zu lobende Hinweisverhalten der ländlichen Bevölkerung gegenüber der Polizei im Falle von Auffälligkeiten in der Nachbarschaft verwundert es umso mehr, dass vor dem besagten Freitagabend weder bei der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg noch bei ihren benachbarten Dienststellen Hinweise auf eine solche Person oder ähnliche Unregelmäßigkeiten eingingen.

Sollten sich dennoch neue Hinweise auf den Unbekannten ergeben, werden die Bürger gebeten, die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg unverzüglich unter Tel. 09661 / 87440 oder über den bekannten Notruf 110 zu verständigen.