Falsche Rückrufaktion: HIV in Bananen und Orangen

Bild: Reporter24

INFO. Im Moment wird auf Facebook das Gerücht verbreitet, dass HIV-infizierte Orangen aus Libyen die Runde machen sollen. Angeblich hätte die Einwanderungsbehörde aus Algerien eine große Menge aus Lybischen Orangen sichergestellt. In diese Orangen wurden angeblich positiv getestetes HIV / AIDS Blut injiziert. Auch Warnungen bezüglich Bananen bestehen bereits.





 

Diese Meldungen sind absoluter Schwachsinn und basieren lediglich auf eine falsch gestreute Nachricht eines privaten Anbieters. Der Betreiber der betroffenen website wollte damit Umsatz machen. Es gibt bislang aus behördlicher Sicht keinerlei derartigen Warnungen.

Selbst wenn es sich tatsächlich mal um eine infiziert HIV Orange oder Banane handeln würde, dann wäre es so, dass der HIV Virus nicht lange außerhalb eines Körpers überleben könnte. „HIV kann, je nach Umgebungsbedingungen, außerhalb des Körpers seine Infektiosität nur wenige Tage lang behalten. Für die Frage der Ansteckungsmöglichkeiten ist dies im Alltag aber meist wenig relevant, da in der Regel keine geeignete Eintrittspforte für das Virus mehr besteht. Dies gilt auch für Blut oder Sperma an Gegenständen. Sobald potentiell infektiöse Körperflüssigkeiten angetrocknet sind, besteht keine Möglichkeit einer Infektionsübertragung mehr“, so das Robert-Koch-Institut.

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