Falscher Polizist kontrolliert Passanten

AMBERG. Das hätte sich er sich besser vorher überlegen sollen. Weil er sich in der Nacht zum Donnerstag einem Passanten gegenüber als Zivilpolizist ausgab und auch noch dessen Personalausweis einkassierte, handelte sich ein 26-jähriger Landkreisbewohner allerhand Ärger ein.

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Ein Anwohner (20) aus der Bayreuther Straße hatte sich gegen 03.30 Uhr hilfesuchend über Notruf an die Einsatzzentrale gewandt. Seinen Schilderungen zufolge kehrte der junge Mann kurz vorher heim, als er vor der Haustüre von dem ihm völlig Unbekannten angesprochen wurde. Der Fremde sagte, er sei „Zivilpolizist“ und werde ihn jetzt kontrollieren, weil er eine rote Ampel überquert hätte. Nach Aufforderung übergab ihm der Geschädigte auch seinen Personalausweis. Irgendwie kam dem 20-Jährigen das Verhalten dann doch komisch vor, weshalb er sein Handy zückte und den Notruf wählte.



Als der angebliche Polizist dies mitbekam, zog er es offensichtlich vor, lieber das Weite zu suchen, bevor die ganze Sache aufflog, stieg in einen schwarzen Audi und verschwand mitsamt dem Ausweis des Geschädigten. Pech für ihn, dass sich der 20-Jährige das Kennzeichen notiert hatte. Die Beamten nahmen noch am Morgen Rücksprache mit dem Jourstaatsanwalt, der eine Wohnungsdurchsuchung beim bei dem Tatverdächtigen anordnete. Dort trafen die echten Polizisten ihren „Kollegen“ auch an. Auf Vorhalt räumte der Landkreisbewohner den Sachverhalt ein und gab auch den Ausweis heraus. Gegen den 26-Jährigen wird wegen Amtsanmaßung und Unterschlagung ermittelt. (pol)

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