Erneuter Betrug unter Facebook-Freunden

Symbolbild: Reporter24

NORDBAYERN. Es ist keine neue Masche des Betrugs. Immer öfter werden Facebook-Profile imitiert und vermeintliche Freunde fordern dann Handynummern an. Dadurch ergaunern sich die Täter dann Bezahlcodes und die Opfer werden um ihr Geld erleichtert. Nichts ahnend, dass der angebliche „Freund“ garnicht der ist, für den er sich ausgibt.

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SELB. Ein unbekannter Täter erfragte über Facebook“ die Handy-Nummer eines Selbers und kaufte sich mit dieser dann über „mymopay“ irgendetwas im Internet. Der Selber bekam daraufhin die Mitteilung, dass er kostenpflichtige Dienste in Anspruch genommen hat und seine Mobilfunkrechung mit 227,– € belastet wird. Zwischenzeitlich ist der Account des anfragenden „facebook-Freundes“ gelöscht.

MITTERTEICH. Anzeige wegen Computerbetrugs erstattete auch die Mutter einer 13-jährigen Schülerin am Pfingstmontag. Die Tochter hatte zunächst über Facebook ihre Handy-Nummer im Rahmen einer Freundschaftsanfrage an eine unbekannte Person weitergegeben. Im Nachgang wurde sie dann von der oder dem Unbekannten vier Mal aufgefordert, PIN’s für einen Internetbezahldienst zu übermitteln. Auch dieses führte das Mädchen allzu leichtsinnig aus. Hinterher war es dann nicht verwunderlich, dass das Anschlusskonto ihres Mobiltelefons mit rund 120 Euro zusätzlich belastet war.

10965619_788241041212806_625682205_nRODING. Auch die Polizei in Roding warnt ausdrücklich vor der Freundesmasche in Facebook. „Es wird dringend davor gewarnt, auf vermeintliche Freundschaftsanfragen  in sozialen Netzwerken , in denen nach der Handy- Nummer gefragt wird, zu antworten. Diese Seiten sind oft manipuliert“, teilt die Dienststelle in einer Pressemitteilung mit.  Opfer einer solchen Anfrage wurde eine Nutzerin in Michelsneukirchen, die ihre Handy-Nummer bekanntgab, mit der Folge, dass eine Buchung von 210 Euro über ein Paypol Konto getätigt wurde.

 

FALKENSTEIN. Unbekannte Täter hackten den Facebook Account eines Falkensteiner Bürgers und gelangte so an seine Freundeskreisliste. Seine Bekannten erhielten dann über Facebook angeblich von ihm die Mitteilung, ihre Handynummer einzugeben sowie  in der Nachricht mitgelieferte Codes einzugeben. Nach Eingabe eines Codes werden vom Anbieter dann 30.- € abgebucht. Mindestens zwei der Bekannten fielen auf die Masche herein und gaben teilweise mehrere Codes weiter.



Auch Tankstellenmitarbeiterin auf Trick hereingefallen

WERNBERG-KÖBLITZ. Nicht nur in Facebook lauert die Gefahr mit den Bezahlcodes.  Die Beschäftigte einer Tankstelle in Wernberg-Köblitz wurde am Pfingstmontag Opfer eines Trickbetrügers. Der Mann gab sich am Telefon als Mitarbeiter der beliefernden Mineralölfirma aus und behauptete, es würden Probleme mit PaySafe- und EPlus-Codes vorliegen. Unter diesem Vorwand entlockte er der Mitarbeiterin zwischen 15.30 und 17.00 Uhr mehrere Bezahlcodes und erbeutete auf diese Weise einen hohen dreistelligen Euro-Betrag. Gegen den bisher unbekannten Täter ermittelt die PI Nabburg wegen Betruges. Bei dieser Gelegenheit darf erneut davor gewarnt werden, Kennwörter, Bankdaten oder Ähnliches am Telefon an Unbekannte zu übermitteln.


Warnung:
Geben Sie keine privaten Handynummern heraus und prüfen Sie, ob es sich bei der betreffenden Freundesanfrage tatsächlich um eine reale Person handelt. Stellen Sie ihr Facebookprofil so ein, dass niemand fremdes auf ihre Freundesliste zugreifen kann. Sollte es zu verdächtigen Aktionen gekommen sein, melden Sie es der Polizei und bestehen Sie auf eine Anzeige.  (mr)


Hier nochmal einige Berichte zu diesem Thema:
Facebook-Profile gefälscht
Pegnitz & Bad Steben
Selb / Wunsiedel
Münchberg