Unfall mit Wohnwagengespann: Massive Probleme mit der Rettungsgasse

A 9/HIMMELKRON. Durch sein plötzliches Ausscheren zum Überholen verursachte ein 70-jähriger Rentner aus Dortmund am Mittwochabend einen Verkehrsunfall. Schlimm für die Rettungs – und Bergungsfahrzeuge: Eine Rettungsgasse gab es nicht. Vielmehr floss der Verkehr sogar über vier Fahrstreifen.

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2Mit seinem Wohnwagengespann war der Dortmunder auf der Autobahn in Richtung Berlin unterwegs. An der Steigung „Schiefe Ebene“ nach der Ausfahrt Bad Berneck stockte der Verkehr. Um langsame Fahrzeuge zu überholen, zog der Rentner abrupt vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen und übersah einen dort fahrenden Seat.

Nach dem Zusammenstoß des Autos mit dem Wohnwagen geriet der 33-jährige Seat-Fahrer ins Schleudern und prallte in die Schutzplanke. Er kam entgegengesetzt der Fahrbahn zum Stehen. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, der Gesamtschaden beträgt 18.500 Euro. Den Rentner erwartet ein Bußgeldbescheid mit Punkten. Durch die Bergungs- und Reinigungsarbeiten war der Verkehr in Richtung Norden für fast zwei Stunden beeinträchtigt. Schuld trugen hier aber auch die Fahrzeuge im Stau.


 

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Für einige Autofahrer kann der Stau selbst aber noch ein Nachspiel haben. Eine Rettungsgasse gab es nicht. Vielmehr wurde sogar der Standstreifen mitbenutzt und das schon weit vor der Unfallstelle. Teilweise ging dann garnichts mehr. Fahrzeuge des Autobahnbetriebsdienstes, welche zur Reinigung der Fahrbahn gerufen wurden, hatten ebenso Probleme durch den Stau zu kommen, wie das THW mit Blaulicht und Martinshorn. Dabei ist es gerade der Betriebsdienst der Autobahnmeisterei, der wieder für freie Bahn sorgen kann durch seine Reinigung. Teilweise wurden die Mitarbeiter jedoch vorsätzlich behindert. Erst ein durchfahrendes THW Fahrzeug konnte kurz Platz schaffen. Kurz dahinter schloss sich die Rettungsgasse jedoch wieder. Der Abschleppwagen traf daher ebenfalls relativ spät ein, weswegen es auch für knapp zwei Stunden zu Behinderungen kam. (red)

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