EHC Bayreuth: Geldstrafe und Trainersperre

BAYREUTH. Nach dem Skandalspiel vom Sonntag (wir berichteten) gibt es nun Konsequenzen. Trainer Waßmiller ist gesperrt und der Verein muss eine Geldstrafe für das Verhalten der Fans bezahlen. Schiedsrichter Ulrich Hatz – er kommt mal wieder davon.

sergej

Nun ist es amtlich. Wie der EHC Bayreuth am Montag mitteilte, muss Trainer Sergej Waßmiller beim nächsten Spiel pausieren. Grund sei sein verbales Verhalten gegenüber des Schiedsrichters. Trotz Entschuldigung wurde der Coach mit einer Sperre und einer Geldstrafe von 300 Euro belegt. Auch der Verein selbst muss nun für das „Becherwerfen“ 500 Euro Geldauflage an den Verband entrichten. Hinzu kommen noch Gebühren und Auslagen.

 

Nun soll es ein alter Bekannter richten. Ex-Trainer Knut Pleger übernimmt die Mannschaft heute beim dritten Spiel der Serie in Vertretung für Waßmiller.

Unterdessen wurde Kritik laut, an der Berichterstattung von Reporter24. Unser Reporter berichtete darüber, dass der Verein und damit seine Ordner nicht konsequent durchgegriffen hätten. Einige Sicherheitskräfte wurden dazu am Sonntag befragt, wollten sich aber nicht äußern. Heute erklärten dann gleich mehrere Ordner, sie hatten die Anweisung, deeskalierend einzuwirken. Stadionverweise hätten die Stimmung nur weiter angeheizt. Dass dieses Konzept aber nicht aufging, zeigte der drohende Spielabbruch vom Sonntag. Trotz mehrfacher Aufforderung des Stadionsprechers, wurden immer weiter Gegenstände auf das Eis geworfen. Fachleute sind sich einig, dass solche Störenfriede aussortiert werden müssen. Doch dazu müssen sie vom Sicherheitsdienst angesprochen und identifiziert werden. Eine Maßnahme, die in Bayreuth bislang nicht wirklich konsequente Anwendung findet.

Dennoch sollte man sich vor Augen halten, was ein Ordner alles riskieren muss. Nicht selten kommt es zu Handgreiflichkeiten oder Übergriffe durch gewaltbereite und betrunkene „Fans“. Verletzte Sicherheitskräfte sind keine Seltenheit. Gerade deswegen sollten die Konzepte auch in der Oberliga überprüft werden. Die Iserlohn Roosters haben es vorgemacht und gehen nun konsequent gegen Störer vor. (red)