Ein halbes Dutzend Tore

BAYREUTH. Auch im 17 .Heimspiel der Saison konnte die Mannschaft um Sergej Wassmiller einen Sieg einfahren. Trotz Ausfällen und einer Grippewelle hatte das ersatzgeschwächte Team keine Mühe gegen die Löwen aus Bad Tölz.

Geplagt von einer Grippewelle, blicken die Tigers auf eine turbulente Woche und ein ebensolches Wochenende zurück. Statt einem ausgedehnten Training beizuwohnen, mussten acht Spieler im Krankenhaus behandelt werden. Auch Coach Sergej Wassmiller hatte es erwischt: „Wir waren alle krank. Die medizinische Abteilung hat eine super Arbeit geleistet“. Nach der Niederlage vom Freitag, haben sich am Sonntagvormittag auch noch die beiden Stammtorhüter des EHC krank gemeldet. Die Zeichen standen also nicht gut vor dem 17. Heimspiel der Saison. Vom Kooperationspartner in Weißwasser, konnte kurzfristig Johannes Wiedemann für das Spiel gewonnen werden. Er lieferte eine super Arbeitsleistung ab und hielt den Kasten der Bayreuther sauber.

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In den ersten zehn Minuten der Partie, hielten die Gäste aus Bad Tölz noch gut dagegen. Sie konnten dem hohen Tempo der angeschlagenen Tigers folgen und erspielten sich sogar einige Chancen, die von Wiedemann aber allesamt vereitelt wurden. In der 13.Minute war der Bann jedoch gebrochen. Daniel Sevo sorgte mit einem seiner Gewaltschüsse für das ersehnte erste Tor. Keine zwei Minuten später erhöhte Bartosch unter Zuspiel von Geigenmüller und Kolozvary zum 2:0.  In diesem Rythmus sollte es weitergehen, denn auch im Mitteldrittel erzielten die Gastgeber zwei weitere Tore. Der Tölzer Wille war gebrochen und von einer Gegenwehr nicht viel zu sehen. Der 20-jährige Johannes Feuerpfeil machte ein gutes Spiel und erzielte in der 32. Minute sein erstes Saisontor. Den zweiten Treffer im zweiten Spielabschnitt machte Bayreuths Torschützenkönig Ivan Kolozvary. Mit seinem 70. Tor in dieser Eiszeit brachte er die Tigers zum 4:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung nach bereits 33 Minuten.

Auch im Schlussdrittel nahmen sich die Bayreuther kaum zurück. Bereits in der 42. Minute sorgte Kapitän Potac für das 5:0 durch Zuspiel von Geigenmüller und Kolozvary, die erneut ein gutes Zusammenspiel unter Beweis stellten. Drei Minuten vor dem Ende schlug dann Mister Ben Warda zu und machte das halbe Dutzend voll. Gästecoach Florian Funk zeigte sich auf der Pressekonferenz ebenso ergeben wie seine Spieler zuvor auf dem Eis. „In den ersten zehn Minuten haben wir noch mitgepielt. Ich bin froh, dass es nur sechs Tore waren, die wir kassierten“. Bayreuth war trotz einer krankheitsgeschwächten Mannschaft gut aufgestellt und ist für das 18. Heimspiel am kommenden Freitag sicherlich wieder gut vorbereitet. (np)

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Familientag beim EHC

Insgesamt sahen 1.568 zahlende Zuschauer das Spiel gegen die Tölzer Löwen. Doch im Stadion waren dennoch fast 2.000 Menschen. Denn zum Familientag haben zahlreiche Kinder die Einladung des Vereins angenommen. EHC-Cocach Sergej Wassmiller bedankte sich auf der Pressekonferenz gleich mehrmals und betonte, was dies für eine tolle Werbung für den Eishockeysport in Bayreuth sei. Unserem Fotografen lief sogar eine Familie aus der Oberpfalz vor die Linse. Mit einem Spitzenteam wie Regensburg und einer Traditionsmannschaft aus Weiden, kehren die Maschings dennoch der Pfalz regelmäßig den Rücken zu. Schon seit Jahren besuchen sie den EHC Bayreuth und sind treue Fans geworden.
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Fotos: Reporter24|Roider