Asylantenzahl verdoppelt

asyl_bt_2BAYREUTH.  Die Zahl der Asylsuchenden in Oberfranken hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Auch 2015 vermeldet die Regierung bereits steigende Zahlen.

 

Im Jahr 2014 kamen 3.362 Asylbewerberinnen und Asylbewerber neu nach Oberfranken. 2013 hatte deren Zahl noch bei 1.477, also weniger als der Hälfte, gelegen. Allein im Dezember wurden schon 552 Asylbewerber aufgenommen. Von diesen brachte die Regierung von Oberfranken 52 in Gemeinschaftsunterkünften unter. Die übrigen 500 wurden an die Landratsämter und kreisfreien Städte zur dezentralen Unterbringung weitergeleitet.

Derzeit (Stand 13.01.2015) leben in Oberfranken 3.926 Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Von diesen sind 1.623 in den 25 Gemeinschaftsunterkünften und 2.303 in dezentralen Unterkünften der Landratsämter und kreisfreien Städte untergebracht. Darüber hinaus werden (Stand 10.01.2015) 154 unbegleitete minderjährige Asylbewerberinnen und Asylbewerber in 16 Einrichtungen der Jugendhilfe, verteilt über den ganzen Regierungsbezirk, betreut.

Mitte 2016 soll dann die Erstaufnahmeeinrichtung in Bayreuth  fertiggestellt sein. Die zentralen Lager in München und Zirndorf sollen dadurch stark entlastet werden. Im Stadtteil Herzogmühle soll ein Neubau mit mindestens 500 Plätzen entstehen, dazu auch eine Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Für die Stadt Bayreuth bedeutet das Investitionskosten in Höhe von rund 31 Millionen Euro. Diese Summe soll durch die der Stadt zufließenden Mieteinnahmen langfristig refinanziert werden. Der Bauantrag ist derzeit in Vorbereitung, ebenso die Ausschreibung des Generalunternehmers. Aktuell erscheint laut Stadt ein Baubeginn im Laufe des zweiten Quartals 2015 realistisch, die Bauzeit beträgt allerdings mindestens ein Jahr. (mr)