West-Nil-Virus bei Bartkauz in Bayern nachgewiesen


LKR EBERSBERG. Bei einem verendeten Bartkauz aus einem Wildpark im Landkreis Ebersberg hat das Friedrich-Loeffler-Institut am 12. September 2018 das West-Nil-Virus nachgewiesen. Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken übertragen.





Vögel stellen die Hauptwirte dar, wobei die Infektion laut Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in den meisten Fällen symptomlos bleibt. Hochempfängliche Vogelarten können jedoch daran erkranken und sterben. Das West-Nil-Virus kann über Mückenstiche auch auf Menschen und Pferde übertragen werden und zählt somit zu den zoonotischen Erregern. Es ist bisher noch kein in Deutschland erworbener Fall von West-Nil-Fieber beim Menschen bekannt geworden.



Beim Menschen verläuft die Infektion bei 80 % der Infizierten ohne Symptomatik. Nur etwa 20 % zeigen leichte Krankheitssymptome, wie Fieber und grippeähnliche Erscheinungen. In Einzelfällen – insbesondere bei älteren Patienten mit Vorerkrankungen – kann allerdings auch ein schwerer, hoch fieberhafter Krankheitsverlauf mit einer meist gutartigen Gehirnhautentzündung auftreten. In seltenen Fällen kann diese Erkrankung tödlich enden.




Finden Bürgerinnen und Bürger tote Vögel, sollten sie diese Tiere grundsätzlich nicht anfassen und im Falle vermehrter Funde das zuständige Veterinäramt kontaktieren. Generell sollten in der Natur verendete Tiere nicht berührt werden, weil hier ein Ansteckungsrisiko bestehen kann. Der erste Nachweis des Virus in Deutschland erfolgte am 29. August 2018 ebenfalls bei einem Bartkauz aus einem Zoo in Halle (Saale).







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