Ehrenamtlicher Sanitäter abgeschoben


NÜRNBERG. Der ehrenamtlich engagierte Äthiopier Neguss M. (34) wurde nach Addis Abeba abgeschoben. Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert die Abschiebung scharf. Er sei in seiner Heimat nicht sicher.





Bereits im Mai hätte Neguss M. abgeschoben werden sollen, doch die Rückführung scheiterte, so der Flüchtlingsrat in seiner Mitteilung. Der Äthiopier habe sich „ein neues Leben aufgebaut“, er spreche „fließend Deutsch“ und arbeite als ehrenamtlicher Rettungssanitäter und Dolmetscher. Außerdem habe er Arbeitsangebote erhalten, eines davon von Unicef, wo Neguss M. sich ebenfalls engagiert habe.




Er habe jedoch keine Arbeitserlaubnis von der Zentralen Ausländerbehörde bekommen, sodass M. die befristete Stelle als Bürokaufmann nicht antreten konnte, so Rainer Köhler, ehrenamtlicher Leiter der Unicef-Arbeitsgruppe in Nürnberg. Johanna Böhm vom Flüchtlingsrat fordert eine „schnelle und unbürokratische Rückkehr“ nach Nürnberg. Sie verweist dabei auf den sogenannten „Spurwechsel“, der abgelehnten Asylbewerbern einen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen soll.







Ersten Kommentar schreiben

Antworten