Bundespolizei stoppt mutmaßliche Schleuser bei Grenzkontrollen

Symbolfoto: Bundespolizei

ROSENHEIM / A93. Die Bundespolizei hat am Mittwoch (12. September) bei Grenzkontrollen auf der A93 innerhalb von einer Stunde zwei Schleuserfahrten beendet. Ein Weißrusse und ein Deutscher werden beschuldigt, unabhängig voneinander mehrere Personen illegal über die deutsch-österreichische Grenze gebracht zu haben. Die 30 und 25 Jahre alten Männer werden sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.


In einem Auto mit deutschen Kennzeichen trafen die Beamten bei der grenzpolizeilichen Kontrolle nahe Kiefersfelden auf vier Insassen, so die Polizei. Der Mann am Steuer und seine Beifahrerin konnten sich ordnungsgemäß ausweisen. Ihre Mitfahrer im Fond des Wagens waren hingegen ohne Dokumente unterwegs. Nach eigenen Angaben handelt es sich um ein nigerianisches Ehepaar. Da der 23-Jährige und seine 19-jährige Frau offenbar kein Interesse an Schutz und Asyl in Deutschland hatten, verweigerte die Bundespolizei ihnen die Einreise. Sie wurden den österreichischen Behörden überstellt.

Ein Weißrusse beförderte in seinem Pkw zwei Männer aus Tunesien und Pakistan. Bei der Grenzkontrolle konnte der 33-jährige Tunesier keine Papiere vorlegen, sagt die Polizei. Ihm wurde die Einreise verweigert. Der pakistanische Staatsangehörige hatte keine für den Aufenthalt in Deutschland erforderlichen Papiere dabei. Stattdessen legte er einen deutschen Führerschein vor. Schnell stellte sich heraus, dass der 23-Jährige als Asylbewerber in Deutschland registriert ist. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er an die für ihn zuständige Ausländerbehörde in Brandenburg weitergeleitet. Der mutmaßliche Schleuser musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hin 250 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens hinterlegen. Anschließend durfte er seine Reise fortsetzen.

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