Obduktionsergebnis: Studentin (22) ist ertrunken


TREBGAST/BAYREUTH/MALANG. Im Fall der im Trebgaster Badesee ertrunkenen 22-jährigen Frau, hat sich jetzt die Familie zu Wort gemeldet. Die Studentin sei „eine hervorragende Schwimmerin“ gewesen. Sie soll nun so schnell wie möglich in die Heimat überführt werden. Laut R24-Informationen sei die Anteilnahme dort enorm. Tausende Menschen seien am Elternhaus eingetroffen.




Update 13.08.2108:

In der von der Staatsanwaltschaft Bayreuth veranlassten Obduktion stellte sich heraus, dass die Frau ertrunken ist. „Im Zuge der rechtsmedizinischen Untersuchung ergaben sich keine anderen Ursachen für das Versterben“, teilte die Polizei am Montagnachmittag mit.

Als vergangenen Mittwoch gegen 13.30 Uhr Shinta P. am Trebgaster Badesee verschwunden war, wussten nicht viel später ihre Eltern in der knapp 800.000 Einwohner-Stadt Malang in Indonesien Bescheid. Viele Menschen aus der indonesischen Provinz Jawa Timur verfolgten die fas zwei Tage lange Suche und das Geschehen in Deutschland. Viele hätten vor allem den „Nordbayerischen Kurier“ und das Onlineportal Reporter24 gelesen und sich die Texte übersetzen lassen, schreibt Shinta P.s Onkel Wibisono in seinen Emails an die Redaktion.

Seit etwas mehr als einem Jahr lebte die junge Frau aus Indonesien in Bayreuth. Zuvor studierte sie drei Jahre lang in Leipzig, schreibt ihr Onkel. Er beschreibt Shinta als „ein humorvolles Kind“. Sie sei stets „hilfsbereit und stark“ gewesen.




Die Familie sei in Indonesien sehr bekannt. Tausende Menschen hätten bereits ihre Anteilnahme am Elternhaus in Malang zum Ausdruck gebracht, schreibt Wibisino in gutem, leicht gebrochenem Deutsch. Familie und Freunde würden jetzt nur noch darauf warten, dass Shinta nach Indonesien überführt werden könne.

Todesursache noch unklar

Warum die beliebte Studentin im Trebgaster Badesee ums Leben kam, ist noch unklar. Inzwischen lässt die Staatsanwaltschaft in Bayreuth eine Obduktion an dem Leichnam durchführen. Das Ergebnis steht noch aus. Shinta soll mit einem Schwimmanzug ins Wasser gegangen sein, ähnlich einem Ganzkörperanzug für Musliminnen. Zunächst war bei der Rettungsaktion von einem Neopren-Anzug die Rede.




Es sei denkbar, dass die 22-Jährige darin überhitzt ins Wasser stieg und einen plötzlichen Herzanfall erlitt, sagten einige an der Suchaktion beteiligte Wasserretter im R24-Gespräch. „Die große Hitze ist für den Kreislauf ein generelles Problem“, sagt Notfallmediziner Matthias Olszewski aus Stadtsteinach. Der Körper müsse viel kompensieren. Es bestehe auch die Gefahr, dass der Körper austrocknet, wenn man nicht genügend Flüssigkeit zuführt.

„Ein großflächiger Badeanzug verschärft natürlich die Überhitzung“, sagt Notarzt Olszewski. „Bei dieser Konstellation kann es dann auch zu einer Kreislaufschwäche kommen die mit einer Bewusstlosigkeit einhergeht“. Durch einen Temperaturschock steigt der Blutdruck stark an, zugleich ziehen sich die Gefäße zusammen, und ein gewaltiger Druck lastet auf dem Kreislauf. Mögliche Folge ist ein Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Gefahr sei besonders groß, wenn der Körpers stark erhitzt ist, weil der Betroffene etwa vor dem Badegang lange in der Sonne war.

Auch die Mutter meldete sich und bat, aus religiösen Gründen kein Foto der Ertrunkenen zu veröffentlichen. Und sie schrieb: „Lassen Sie uns trauern.“










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