Maschine fängt Feuer: Hoher Sachschaden in Kulmbacher Druckerei

Symbolbild: Florian Kostanzer

KULMBACH. Vermutlich ein technischer Defekt war die Ursache für einen mehrstündigen Feuerwehreinsatz in der Kulmbacher E.-C.-Baumann-Straße. In einer dortigen Druckerei war eine Maschine in Brand geraten, der Sachschaden bewegt sich im fünfstelligen Bereich.





Es war ein Schreckensmoment für die Nachtschicht in der Kulmbacher Druckerei Baumann. Gegen 23.30 Uhr am Montag bemerkte die Belegschaft, dass aus einer der Druckmaschinen Rauch drang.

Die Kulmbacher Feuerwehr ist voll des Lobes über die Reaktion der Beschäftigten: „Nur durch die schnelle Reaktion der Mitarbeiter konnte ein Übergreifen auf weitere Einrichtungen verhindert werden. Sie hielten die Flammen mittels mehreren CO² Löscher in der Maschine, setzten unverzüglich den Notruf ab und stellten Einweiser, um der Feuerwehr den kürzesten Angriffsweg zu zeigen.“

Die Feuerwehr hat umgehend die Löscharbeiten übernommen und konnte es verhindern, dass der Brand auf die ganze Maschine übergriff. Dennoch ist nach Angaben der Polizei ein Schaden von mindestens 650 000 Euro entstanden, den Schaden durch den Ausfall der Maschine nicht mitgerechnet.




Es war vermutlich ein technischer Defekt, der nur einen Tag nach den zahlreichen Einsätzen wegen des Gewitterregens die Kulmbacher Feuerwehr schon wieder stundenlang forderte. Vier Atemschutz-Trupps bekämpften sofort das Feuer in der Industriehalle. Dabei mussten die Wehrleute in großer Hitze unter schwierigsten Bedingungen arbeiten. Mit zwei fahrbaren CO²-Löschern rückten sie den Flammen zu Leibe.

Vorsichtshalber wurde auch alles aufgebaut, um mit Schaum zu löschen und Wasser einzusetzen. Die Befürchtung war, dass sich das Feuer durch das Rohrleitungssystem in dem Unternehmen ausbreiten könnte. Schließlich gelang es der Feuerwehr aber, das Feuer zu löschen, bevor es auf weitere Maschinen oder das Gebäude übergreifen konnte.



Vorsichtshalber entschied sich Einsatzleiter Michael Weich, eine Brandwache zu installieren, die bis zum Morgen die Maschine beobachtete. 36 Feuerwehrleute und elf Fahrzeuge waren wegen des Brandes im Einsatz. Am Brandort waren auch etliche Führungskräfte der Feuerwehr, darunter Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein sowie die Kreisbrandmeister Peter Hochgesang, Tobias Titze und Jan Passing.

Auch der Rettungsdienst um Einsatzleiter Marco Sniegon war mit mehreren Fahrzeugen wegen des Feuers ausgerückt. Vor allem die drei Mitarbeiter, die direkt an der Maschine die ersten Löscharbeiten vorgenommen hatten, mussten wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung behandelt werden. Glücklicherweise war keiner der drei couragierten Drucker so schwer beeinträchtigt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Die Polizeiinspektion Kulmbach hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die E.-C.-Baumann-Straße musste während des Einsatzes rund zwei Stunden lang komplett gesperrt werden. Das führte zum Teil zu erheblichen Behinderungen, weil in dem Industriegebiet während der Nachtstunden zahlreiche Waren abgeholt und geliefert werden.







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