15-Jähriger stirbt bei Unfall: Feuerwehr muss Jugendmitglied reanimieren

Foto: Jürgen Masching

URSENSOLLEN, LKR AMBERG-SULZBACH. Schrecklicher Unfall am Mittwochabend in der Oberpfalz. Bei Ursensollen ist ein 15-Jähriger mit seinem Leichtkraftrad frontal gegen ein Auto geprallt und gestorben. Seine Kameraden mussten den jungen Mann an der Einsatzstelle reanimieren, ohne Erfolg.



Es dürfte der schlimmste Unfall in der Geschichte der Feuerwehr Ursensollen sein. Ein Mitglied der Jugendfeuerwehr verunglückt im Gemeindebereich mit seinem Mofa und muss reanimiert werden. Was den Rettern dabei durch den Kopf geht, will man sich gar nicht vorstellen.

Der Jugendliche und seine beiden Begleiter wollten mit ihren Mofas bei Oberhof von der Ortsverbindungsstraße Ullersberg auf die Kreisstraße 4 in Richtung Ursensollen einbiegen. Der 15-Jährige bog als erster in die Kreisstraße ein und übersah dabei einen aus Richtung Ursensollen fahrenden, vorfahrtsberechtigten Pkw eines 44-jährigen Ambergers.

Der Autofahrer konnte trotz eingeleiteten Brems- und Ausweichmanövers einen Zusammenstoß mit dem Mofa-Fahrer nicht mehr verhindern. Der 15-Jährige wurde nach dem Anstoß mehrere Meter durch die Luft geschleudert und blieb schwerstverletzt im Bankett liegen. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen seiner aktiven Kollegen und zweier Rettungssanitäter erlag der Jugendliche noch am Unfallort seinen Verletzungen.




Der Autofahrer sowie die Begleiter des Jugendlichen erlitten einen Schock und wurden durch die Sanitäter sowie dem verständigten Kriseninterventionsteam betreut. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde zur Klärung der Unfallursache ein Gutachter an die Unfallstelle beordert.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ursensollen wurden abgelöst und psychosozial betreut. Auch die Angehörigen des jungen Feuerwehmannes waren vor Ort und mussten betreut werden. Der Vollständigkeit halber sei der Sachschaden in Höhe von 11.000 Euro erwähnt.






Ersten Kommentar schreiben

Antworten