Bayerische Spieleentwickler und der Boom der Branche

LANDSHUT, MÜNCHEN. Die Spieleindustrie hat sich zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. Die Branche deckt schon lange nicht mehr nur einen Nischenmarkt ab und gilt sogar als eine wichtige Quelle für den technologischen Fortschritt bei Computern. Das hat den Beruf des Spieleentwicklers nur umso lukrativer gemacht. Auch Niederbayern spielt hier eine Rolle.

Ein Bericht von Björn Dittrich

Der Beruf des Spieleentwicklers ist ein Traumjob vieler Gamer. Kreativität und Talent zählen hier zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg. In Deutschland gibt es 40 öffentlichen und privaten Hochschulen die Möglichkeit, IT mit Schwerpunkt Spieleentwicklung oder direkt Gamedesign studieren zu können. Dass man damit zum Erfolg kommen kann, haben zwei Niederbayern bewiesen: Stefan Ritter und Stefan Haßlbauer haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und das Strategiespiel Alien Tribe 2 entwickelt. Der iOS-Titel schaffte es in mehr als 35 Ländern in die Top 10 der Strategiespielecharts und erhielt mehr als 50.000 Downloads. Das ebenfalls bayerische Unternehmen Travian Games hat mit der Spezialisierung auf Browserspiele einen Umsatz von 32,5 Millionen Euro erwirtschaften können.




Der Erfolg der beiden Niederbayern sowie der von Travian Games ist dabei kein isoliertes Phänomen, sondern vielmehr das Resultat einer immer wichtiger werdenden Industrie. In Deutschland stieg der Umsatz von Videospielen in der ersten Jahreshälfte 2017 für PC, Konsole, Smartphone und Tablet um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,08 Mrd. Euro an. Das Wachstum kann hier besonders stark im mobilen Sektor beobachtet werden. Alleine für Tablets und Smartphones konnte ein Wachstum von 26 Prozent zum Vorjahr gemessen werden, womit die Spiele-Apps auf 262 Millionen Euro kamen. Der weltweit wachsende Markt ist auch am Aufstieg des eSports erkennbar. Was einst mit privaten LAN-Partys unter Freunden begann, hat sich zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Investoren haben die Trends dabei genauso erkannt, wie zum Beispiel Fußballklubs, die ihre eigenen digitalen Teams gegründet haben.

Videospiele werden heutzutage nicht mehr nur für vereinzelte Zielgruppen entwickelt und sind zu einem Massenphänomen geworden. Das liegt mitunter auch daran, dass Spiele stark aus der Populärkultur inspiriert werden können. So gehören Online Slots  hier zu den Formen von Spielen, die ein breites Angebot von Genres aus bekannten Serien oder Filmen bieten, hier sind es vor allem die Top-Softwareentwickler, die immer auf die neuesten Trends aus der Popkultur setzen. Ähnlich verhält es sich bei mobilen Spielen, die schneller als PC oder Konsolenspiele entwickelt werden können. Daher findet man oft von berühmten Franchises wie Star Wars, Star Trek, Game of Thrones oder Herr der Ringe inspirierte Spiele, die immer den Geschmack der Spieler treffen.




Aber auch umgekehrt haben Spiele die Populärkultur nachhaltig geprägt. Bekannt und über Genregrenzen berühmt sind die Klassiker Pac-Man oder Tetris, die bis heute noch als wichtigste Vertreter des Casual-Genres gelten. Die SIMS-Spielereihe hatte sich über Jahre hinweg ebenfalls einen Namen als Simulation schlechthin gemacht und war bei allen Altersklassen beliebt. Bei den großen PC- und Konsolenspielen hat die GTA-Reihe die Standards für die Open-World-Games gesetzt und Titel wie Battlefield oder Call of Duty gelten als wichtigste Vertreter des Shooter-Genres. Der Einfluss von Spielen kann sogar so weit gehen, dass auf deren Grundlage Filme gedreht werden. Dies geschah bei der Hitman-Reihe und auch bei Tomb Raider, deren Protagonistin Lara Croft erstmalig 2001 von Angelina Jolie gespielt wurde. In der neuen Auflage von Tomb Raider ist Alicia Vikander in die Rolle der Archäologin geschlüpft.

Spiele haben es also in den Mainstream geschafft, ein Fakt, der Spielern helfen kann, eine ernsthafte Karriere als Entwickler in Betracht zu ziehen. Bayerische Spieleschmieden sind sicherlich eine gute Anlaufstelle für junge Talente und begabte Quereinsteiger.

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