Keine Spur vom Sextäter: Polizei dementiert Facebookgerüchte

ANSBACH. Bereits seit 06.01.2018 ist der 47-jährige Reinhard Peter J. aus dem Ansbacher Bezirksklinikum abgängig. Der Mann ist bis zum heutigen Tage nicht mehr in die Klinik zurückgekehrt, obwohl er dringend auf Medikamente angewiesen ist. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Bitte wählen sie im Bedarfsfall die 110. Der Gesuchte ist gefährlich!

Gesuchter Sextäter aus Ansbach offenbar gefasst




Der wegen Straftaten von erheblicher Bedeutung Verurteilte ist bis zum heutigen Tag nicht mehr in die psychiatrische Fachklinik zurückgekehrt. Da nach aktueller Einschätzung nicht auszuschließen ist, dass von dem Mann eine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht, wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mit Beschluss des Amtsgerichtes Nürnberg nach dem Verurteilten öffentlich gefahndet.

Bisherige Ermittlungen durch die Kriminalpolizei Ansbach hatten nicht zur Feststellung seines Aufenthaltes geführt. Wie die Staatsanwaltschaft Nürnberg mitteilte, handelt es sich bei dem Gesuchten um einen verurteilten Sexualstraftäter. Der chemisch kastrierte Mann steht noch unter triebhemmenden Medikamenten, die aber derzeit nach und nach in ihrer Wirkung nachlassen.




Polizei dementiert Facebookgerüchte

Es ist Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite, eignen sich die sozialen Medien sehr gut, um vermisste oder gesuchte Personen zu finden. Auf der anderen Seite gibt es wohl derzeit keine schlimmere Form der modernen Hexenjagd und Panikmache. Aktuell gibt es erneut zweifelhafte Sichtungen an Kindergärten und Schulen im Landkreis Fürth, wonach sich hier der gesuchte Sextäter aus dem Ansbacher Bezirkskrankenhaus herumtreiben soll. Sogar mit Einsatzhunden soll die Polizei in der Nacht zum Freitag rund um Ammerndorf und Cadolzburg nach ihm gesucht haben.

Dass dies absoluter Blödsinn ist, bestätigt auch Polizeisprecher Bert Rauenbusch telefonisch gegenüber Reporter24 am Freitagmorgen. Demnach liegen keinerlei Hinweise dazu vor. Auch gab es laut Rauenbusch keine entsprechenden polizeilichen Aktivitäten mit Polizeihunden. Nach der Meldung in einer Veitsbronner Facebookgruppe, dass am Montag auch noch versucht worden sei, ein Kind mitzureißen, haben wir auch mit dem zuständigen Polizeidienststellen gesprochen.




Die Nutzerin hat den Text nicht selbst verfasst, aber gleich mal ungeprüft ins Netz gestellt. Schnell machte sich Panik breit und Gerüchte steigerten sich selbst immer weiter.

Ein Beamter der Zirndorfer Polizei teilte entsprechend mit, dass auch hier ständig Mitteilungen eingehen würden. Erst gestern wollte ein Bürger den Gesuchten in einem Schnellrestaurant gesehen haben. Doch die Beschreibung passte von vorne bis hinten nicht. „Ähnlich verliefen auch die übrigen Meldungen“, so ein Sprecher.

Einzig und alleine am Montag sei es in Zirndorf zu einem Vorfall gekommen, wo eine Person ein Kind (9) wegzerren wollte. Allerdings passte auch hier die Beschreibung nicht auf den ausgeschriebenen Triebtäter. Zu dem Fall vom Montag, erfolgt allerdings nochmal ein gesonderter Bericht.

Auf dem Schulweg in Zirndorf: Unbekannter versucht Mädchen (9) wegzuzerren




Zeugenhinweise

Dennoch gilt der grundsätzliche Rat, Kinder immer zu sensibilisieren. Sie sollen sich keinen fremden Menschen öffnen, sondern lieber laut schreien, weglaufen und Hilfe holen. Personen, die Angaben zu dem gesuchten Mann machen können bzw. seinen Aufenthaltsort kennen, werden gebeten, sich direkt mit dem Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 in Verbindung zu setzen. Bei Antreffen des Gesuchten bitte weiterhin umgehend über Notruf 110 die Polizei verständigen!






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