Raub im Supermarkt: Täter konnte festgehalten werden

Symbolbild: Polizei

VILSHOFEN, LKR. PASSAU. Nach einem Raub aus der Kasse eines Verbrauchermarktes wird der Täter durch mehrere Asylbewerber überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die Beamten loben das mutige Verhalten, warnen aber vor den Folgen. 



Am Montag, den 04.12.17, gegen 17:20 Uhr, stellte sich ein 26-Jähriger aus Vilshofen an der Kasse eines Verbrauchermarktes in Vilshofen an, um einen Energy-Drink zu bezahlen. Zu diesem Zeitpunkt stand kein anderer Kunde an der Kasse. Als die 21-jährige Kassiererin dem 26-Jährigen das Wechselgeld aus der Kasse herausgeben wollte, versetzte ihr der vermeintliche Kunde einen Rempler, so dass die Kassiererin vom Stuhl fiel. Anschließend griff der Täter in die offene Kasse, entnahm einen höheren dreistelligen Bargeldbetrag und rannte davon.

Durch die Hilferufe der Kassiererin wurden laut Angaben der Polizei fünf Asylbewerber aufmerksam, die sich ebenfalls in dem Markt befanden. Sie konnten den 26-Jährigen noch festhalten, bevor dieser den Markt verlassen wollte. Beim Versuch den flüchtenden Räuber festzuhalten, stießen die Asylbewerber mit dem Täter gegen die Ausgangstür, welche dadurch erheblich beschädigt wurde.




Bei der ruppigen Aktion verlor der Räuber das erbeutete Bargeld, welches sich zwischen den beiden Ausgangstüren des Marktes verteilte. Die Helfer konnten den Räuber zu Boden bringen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Die Ermittlungen wurden durch die Kriminalpolizei Passau übernommen. Da bei dem 26-Jährigen der Verdacht auf Drogenkonsum bestand, wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt.

In einem abgeschlossenen Verfahren wegen anderweitiger Delikte wurde der 26-Jährige vom AG Passau bereits zu einer Haftstrafe von acht Monaten verurteilt. Der letztmögliche freiwillige Haftantritt wäre Mitte Dezember 2017 gewesen. Nachdem sich der 26-Jährige bereit erklärte, die Haftstrafe sofort anzutreten, wurde er heute zur Verbüßung dieser Haftstrafe in eine JVA eingeliefert.




Die Kassiererin, die vom Räuber vom Stuhl gestoßen wurde, blieb bei dem körperlichen Angriff unverletzt. Bei den Helfern handelt es sich um drei syrische und um zwei afghanische Staatsangehörige, welche in Vilshofen und in Straubing ihren Wohnsitz haben. Die Polizei lobt deren Verhalten, warnt jedoch vor gefährlichen Alleingängen.



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