Ortsumgehung Untersteinach: Bayreuth fordert Umplanung

Der Blick von Ludwigschorgast in Richtung Untersteinach. Aufgenommen im Dezember 2017. Foto: red

BAYREUTH / UNTERSTEINACH, LKR KULMBACH. Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte MerkErbe hat sich in einem Schreiben an den für den Straßenbau zuständigen Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann gewandt und eine Anpassung der Brückenpläne für die Ortsumgehung von Untersteinach gefordert, die demnach auch die Schienenanbindung der Stadt Bayreuth tangieren.



Der Bau von Ortsumgehungen im Raum Kulmbach erfordert gleich mehrere Überquerungen der Bahnstrecke Kulmbach–NeuenmarktWirsberg, die Teil der sogenannten Oberfranken-Achse von Bamberg und Coburg nach Bayreuth und Hof ist. Die derzeit vorliegenden Straßenplanungen sehen laut Angaben der Stadt Bayreuth jedoch keine ausreichende Höhe der Brückenbauwerke über die Bahntrasse der Oberfranken-Achse vor. „Damit würde die von der gesamten Region Bayreuth seit vielen Jahren geforderte Elektrifizierung dieser für Bayreuth wichtigen Schienenhauptstrecke erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht“, moniert die Stadt Bayreuth.




Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat sich daher bereits an den für den Straßenbau zuständigen Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann gewandt und eine Anpassung der Brückenpläne gefordert. „Die Planfeststellung der Ortsumgehung von Untersteinach stammt aus dem Jahr 2009. Inzwischen hat die Elektrifizierung von Bahnstrecken einen weitaus höheren Stellenwert erlangt, so dass eine Umplanung zwingend geboten ist“ argumentiert die Bayreuther Oberbürgermeisterin.

Die Elektrifizierung und Modernisierung der Oberfranken-Achse wird laut Merk-Erbe von allen Städten und Landkreisen des Regierungsbezirks gefordert, damit die Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet und an die Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt verbessert wird.




Der Blick von Ludwigschorgast in Richtung Untersteinach. Aufgenommen im Dezember 2017. Foto: red

Für Bayreuth seien insbesondere die Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau des südöstlichen Astes bis Schnabelwaid von Bedeutung, um den Anschluss an die Franken-Sachsen-Magistrale von Nürnberg nach Dresden und Prag zu gewährleisten. Die Oberfranken-Achse sei im potenziellen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes enthalten, der sich derzeit in der Wirtschaftlichkeitsprüfung befindet.

Eine Reaktion des Ministers liegt bislang noch nicht vor.







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