Ein Nürnberger wird Ministerpräsident

Foto: Michael Lucan

NÜRNBERG/MÜNCHEN. Markus Söder wird neuer Ministerpräsident. Das hat die CSU Fraktion am Morgen bekanntgegeben. Innenminister Joachim Herrmann habe auf seine Kandidatur verzichtet und Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte seinen Rücktritt für das erste Quartal 2018 an. 



Damit scheint das Machtspiel in der CSU beendet zu sein. Markus Söder, der seit der Jugend bereits von diesem Posten träumte, scheint nun am Ziel seiner Laufbahn angekommen zu sein. Seehofer bleibt dabei aber CSU-Chef, was eine bayerische Doppelspitze bedeutet. Ob diese dann so harmonisch ablaufen wird, ist unklar. Söder und Seehofer gelten in der Öffentlichkeit als zerstritten.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer stellte heute den Vorschlag der Fraktion für die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2018 vor. Es oblige alleine der Fraktion, den Kandidaten zu stellen. Söder selbst spricht von spannenden Wochen, die hinter der CSU liegen. „Ich glaube, wir werden mit dem heutigen Tag ein neues Kapitel beginnen“, so Staatsminister Söder. Die Entscheidung Seehofers, erneut als Parteivorsitzender anzutreten, sieht Söder als „eine richtige und starke Entscheidung“.




Es habe lange Gespräche gegeben, zwischen Markus Söder und Horst Seehofer. „Wir haben lange und vertraulich geredet“, betonte Söder am Morgen. Die heute getroffenen Entscheidungen seien „sinnvoll und stark“. Man könne jetzt auch wieder zueinander kommen. Insgesamt zeigt sich die CSU als geschlossen und alle Beteiligten betonen das Miteinander.







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