Terrorverdacht: Asylbewerber in Pegnitz festgenommen

Symbolbild

PEGNITZ. Wie die Süddeutsche Zeitung und der Nordbayerische Kurier berichten, wurde in Pegnitz ein Terrorverdächtiger festgenommen. Offenbar wurden bei dem 18-jährigen Syrer sogar Bombenbaupläne und ein Bekennervideo gefunden. 



Interessant ist die Tatsache, dass die Behörden bislang nichts darüber vermeldet haben. Denn die Festnahme des Mannes erfolgte bereits im Juni 2017. Wegen einer anderen Ermittlungssache seien seine Räumlichkeiten in Pegnitz durchsucht worden. Dabei sei man auf die verdächtigen Gegenstände gestoßen. Die Bayreuther Kripo war damals mit eingebunden, sagte Polizeisprecher Alexander Czech auf Nachfrage von Reporter24.

Wie der Kurier berichtet, lagen augenscheinlich keine Hinweise auf ein konkretes Ziel vor. Der 2015 eingereiste Syrer (18) habe Asyl beantragt, das Verfahren laufe noch. Weil er bislang nicht als Gefährder bekannt war, wurde er auch nicht unter Beobachtung gestellt. Die Ermittlungen gegen ihn laufen offenbar wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.




Zwischenzeitlich erging Haftbefehl gegen den 18-Jährigen. Ob dieser noch besteht, entzieht sich der Kenntnis der Oberfränkischen Polizei, wie Czech ausführte. Zuständig sei hier die Generalstaatsanwaltschaft München. Entsprechende Anfragen sollen im Laufe des Tages beantwortet werden. Wir berichten nach.

Update 12.15 Uhr

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte gegenüber Reporter24, dass der Haftbefehl wegen des Terrorverdachtes noch besteht. Der junge Syrer sei derzeit in der JVA Stadelheim inhaftiert. Wir berichten weiter nach.







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