Krankenpfleger soll 106 Menschen getötet haben

NIEDERSACHSEN. Im Fall der abscheulichen Mordserie des ehemaligen Krankenpflegers Niels H. aus Niedersachsen gehen die Ermittler von Kripo und Staatsanwaltschaft inzwischen von 106 Toten aus. Das berichteten heute Polizei und Staatsanwaltschaft nach dem Abschluss weiterer toxikologischer Untersuchungen.



Nach wie vor ermitteln die Sonderkommission „Kardio“ und die Staatsanwaltschaft Oldenburg im Fall des ehemaligen Krankenpflegers Niels H. mit Hochdruck. Die Ermittlungen konnten jedoch nicht, wie ursprünglich geplant, im Juni 2017 zum Abschluss gebracht werden. Der beschuldigte ehemalige Krankenpfleger ist mittlerweile mehrfach vernommen worden und hat in diesem Zusammenhang unter anderem auch die Verwendung eines weiteren Medikaments als Tatmittel zugegeben.




Nun müssen die Ermittler sämtliche Krankenunterlagen auswerten und ergänzende Sachverständigengutachten einholen. Basierend auf dem jetzigen Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es keine weiteren Exhumierungen geben wird. Jedoch stieg die Zahl der Todesopfer von 90 auf 106 an. Die Ermittler legen dem bereits wegen sechs anderer Verbrechen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilten Mann nun insgesamt 62 Sterbefälle im Klinikum Delmenhorst sowie 38 Taten am Klinikum Oldenburg zu.

Seine Taten beging der Mann offenbar zwischen 2000 und 2005. Der ehemalige Pfleger wurde in zwei Prozessen bereits wegen sechs Morden verurteilt und verbüßt eine lebenslange Haftstrafe. Insgesamt wurden bislang 130 Leichen exhumiert.







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