Feuer in Bamberger Asylunterkunft: Opfer offenbar selbst schuld

Archivbild

BAMBERG. Bei einem Brand in einem Unterkunftsgebäude der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (AEO) kam am frühen Mittwochmorgen ein Mensch ums Leben. 14 Bewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache übernommen. Mittlerweile liegen den Brandfahndern erste Erkenntnisse vor.



Kurz nach 3 Uhr ging über Notruf die Meldung zu dem Brand in dem von 163 Menschen bewohnten Gebäudetrakt ein. Zahlreiche Einsatzkräfte der Bamberger Feuerwehr rückten an und begannen umgehend mit den Löscharbeiten in der betroffenen Wohnung im Erdgeschoss. Rasch verbreitete sich in dem zweistöckigen Gebäude auch der Rauch.

Eine Vielzahl der Bewohner konnten das Anwesen selbständig verlassen, andere mussten von der Feuerwehr nach draußen gebracht werden. Bereits nach kurzer Zeit gelang es den Brandbekämpfern das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die Bewohner konnten auf dem Gelände zeitnah in anderen Gebäuden untergebracht werden.




14 Menschen erlitten durch die starke Rauchentwicklung leichte Verletzungen. Sechs der Verletzten brachte der Rettungsdienst in Krankenhäuser. In der betroffenen Wohnung entdeckten die Einsatzkräfte einen leblosen Körper. Zur Identität sowie zum Geschlecht können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Die Kriminalpolizei Bamberg ist mit mehreren Beamten vor Ort und übernimmt die Ermittlungen zur Brandursache. Im Einsatz waren neben rund 30 Einsatzkräften der Polizei etwa 50 Angehörige der Bamberger Feuerwehr sowie zahlreiche Besatzungen des Rettungsdienstes.




Erste Ergebnisse der Kripo

Nach den bislang intensiv geführten Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Bamberg liegen jetzt konkrete Ermittlungsergebnisse vor. Bei dem Toten handelt es sich um einen 28-jährigen Eritreer. Dies ergaben jetzt rechtsmedizinische Untersuchungen. Für das Feuer dürfte der Mann selbst verantwortlich gewesen sein.

Brandursache

Bezüglich der Brandursache gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass das Feuer durch fahrlässigen Umgang mit Rauchutensilien entstand. Dies ergaben die Auswertungen der zahlreichen, mit Dolmetschern durchgeführten, Vernehmungen der Bewohner, der Begutachtung eines Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamts sowie dem Einsatz eines speziell ausgebildeten Spürhundes.

Die Meldung über den Brand in der mit Rauchmeldern ausgestatteten Wohnung ging gegen 3 Uhr am Mittwochmorgen bei der integrierten Leitstelle in Bamberg ein. Belastbare Hinweise, dass das Feuer schon einige Zeit vorher gemeldet wurde, ergaben sich im Zuge der bisher geführten Ermittlungen nicht. Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Feuer ein Sachschaden von über 50.000 Euro.



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