Asbestgefahr: Eternitplatten im Wald entsorgt

Foto: Polizei

EDELSFELD / NEUKIRCHEN (AS). Eine Landwirtin aus dem Neukirchener Ortsteil Habres brachte am Montagnachmittag (13.11.2017) bei der Polizei in Sulzbach-Rosenberg zur Anzeige, dass in einem ihrer Waldstücke nordöstlich der Ortschaft Habres illegal Eternitplatten, möglicherweise asbesthaltig, abgelagert worden seien.



Die zur Tatbestandsaufnahme geschrittenen Ordnungshüter stellten vor Ort eine Menge von etwa zwei Kubikmetern, abgelagert auf zwei Haufen, fest. Neben dem Umweltfrevel bleibt die Waldbesitzerin damit vorläufig auf einem Schaden in Höhe von etwa 400 Euro sitzen. Soviel kostet die Entsorgung.

Im Zuge der ersten polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass das umweltschädliche Material offenbar von dem renovierten Garagendach eines Anwesens im benachbarten Edelsfeld stammte. Bei einer ersten Befragung räumte der dortige Hausbesitzer ein, ein ausländisches Unternehmen mit der Renovierung des Garagendaches beauftragt zu haben. Dieses Unternehmen – so seine Einlassungen – habe auch für die fachgerechte Entsorgung des umweltschädlichen, möglicherweise asbesthaltigen Bauschutts aufkommen wollen.



Letzteres war offenbar nicht geschehen, sodass der Fokus der Ermittlungen nun schwerpunktmäßig auf diesen ausländischen Auftragnehmer zu richten ist. Anzumerken bleibt, dass die Ausführung von Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen dieser Art, solange sie nicht in Eigenleistung erbracht werden, zertifizierten Betrieben vorbehalten ist. Diese führen die Arbeiten unter den gebotenen Vorkehrungen für Gesundheit und Umwelt durch und kümmern sich auch um die fachgerechte Entsorgung angefallenen Unrats. An alle Hausbesitzer appelliert die Polizei deshalb, bei der Auftragsvergabe auf diese Kriterien zu achten, um nicht im Nachhinein – wie auch in diesem Fall – eine böse Überraschung zu erleben.







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