Mord im Pflegeheim: Frührentner ersticht Heimleiterin nach Kritikgespräch

Symbolbil: Reporter24 / Roider

EGGENFELDEN, LKR. ROTTAL-INN. Heimleiterin eines Alten- und Pflegeheims wurde durch einen Heimbewohner getötet – Ermittlungsrichter erlässt Unterbringungsbefehl gegen den Täter.




Wie bereits berichtet, kam es am Freitag, den 06.10.2017, zu einer tödlichen Messerattacke eines 51-jährigen Heimbewohners auf die 54-jährige Leiterin eines Pflegeheims. Nun hat die Polizei weitere Informationen dazu veröffentlicht.

Der 51-jährige Frührentner war bereits seit längerem wegen einer Erkrankung in dem Pflegeheim untergebracht. Aufgrund Unordnung in seinem Zimmer kam es letzten Freitag zu einem Kritikgespräch im Büro der Heimleiterin. Nachdem dieses beendet war, verließ der Frührentner zunächst das Büro. Kurze Zeit später kehrte er zurück und führte unbemerkt ein Küchenmesser mit sich. Damit attackierte er die Heimleiterin unvermittelt von hinten.



Heimleiterin im Büro gestorben

Nach der Messerattacke konnte der Angreifer durch mehrere Angestellte des Pflegeheims überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Trotz Reanimationsversuchen durch einen Notarzt verstarb die 54-Jährige noch am Tatort aufgrund der Schwere der zugefügten Verletzungen.

Der Frührentner wurde durch die Polizei festgenommen. Da nach Einschätzung eines medizinischen Sachverständigen Zweifel an der Schuldfähigkeit des Beschuldigten bestehen, wurde durch die Staatsanwaltschaft Landshut ein Unterbringungsbefehl wegen Mord beantragt.




Nach Anordnung der Unterbringung durch den Ermittlungsrichter am Samstag, den 07.10.17, wurde der 51-Jährige in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung eingeliefert. Die polizeilichen Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Passau geführt und dauern an.



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